SPD und DGB fordern gesetzliche Pflichtrente für Arbeitgeber – wer zahlt?
Michael TextorSPD und DGB fordern gesetzliche Pflichtrente für Arbeitgeber – wer zahlt?
In Deutschland gewinnt eine neue Initiative für betriebliche Pflichtrenten an Unterstützung. Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich hinter einen Vorschlag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gestellt. Dem Plan zufolge sollen Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet werden, in die Altersvorsorge ihrer Beschäftigten einzuzahlen.
Der DGB hatte die Idee eines verpflichtenden betrieblichen Rentensystems erstmals vorgelegt. Seine Vorsitzende, Yasmin Fahimi, argumentierte, dass Arbeitgeber zur Zahlung in das System gezwungen werden müssten. Sie betonte, dass ohne verpflichtende Beiträge viele Arbeitnehmer im Rentenalter von finanzieller Unsicherheit bedroht seien.
Dagmar Schmidt, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, hat den DGB-Vorschlag nun befürwortet. Sie bestand darauf, dass Arbeitgeber mindestens die Hälfte der Rentenbeiträge übernehmen müssten. Ihre Aussage deckt sich mit der Forderung der Gewerkschaft nach einer gerechteren Kostenverteilung zwischen Unternehmen und Beschäftigten.
Die Unterstützung der SPD stärkt die Position für eine gesetzliche Verpflichtung der Arbeitgeber zu Rentenzahlungen. Würde das Modell umgesetzt, hätten Arbeitnehmer Anspruch auf zusätzliche Altersvorsorge. Die finanzielle Verantwortung würde dann gleichmäßig zwischen Arbeitgebern und Belegschaft geteilt.






