Spritpreise explodieren: Iran-Konflikt treibt Benzin und Diesel auf Rekordniveau
Wilhelm RoskothSpritpreise explodieren: Iran-Konflikt treibt Benzin und Diesel auf Rekordniveau
Spritpreise in Deutschland steigen weiter – Iran-Konflikt belastet globale Ölversorgung
Die Spritpreise in Deutschland klettern weiterhin, da der Konflikt im Iran die weltweite Ölversorgung beeinträchtigt. Die Bundesregierung hat nun erste Maßnahmen ergriffen, um die Preisspirale einzudämmen. Gleichzeitig diskutieren Wirtschaftsverbände und Politiker über die Gründe für den drastischen Anstieg an den Zapfsäulen.
Noch vor Beginn des Krieges im Iran kostete Super E10 durchschnittlich 1,74 Euro pro Liter, Diesel lag bei 1,94 Euro. Seit Ausbruch der Kämpfe ist der Dieselpreis um 54 Cent gestiegen, Super E10 um 30 Cent. Allein in dieser Woche legte Super E10 noch einmal um 3,2 Cent auf 2,074 Euro zu, während Diesel um 12,6 Cent auf 2,288 Euro kletterte.
Der Mineralölwirtschaftsverband en2x – Wirtschaftsverband Fuels und Energie wehrt sich gegen Kritik und veröffentlichte eine "Realitätscheck zu den Spritpreisen". Darin argumentiert der Verband, dass die Kosten für Benzin und Diesel sich an den Produktmärkten – und nicht allein am Rohölpreis – orientierten. Zudem wies er jede Verantwortung für die hohen Preise von sich und führte sie auf übergeordnete Marktkräfte zurück.
Ein zentraler Preistreiber in Deutschland sind die hohen Steuern und Abgaben: Sie machen etwa zwei Drittel des Benzinpreises und mehr als die Hälfte des Dieselpreises aus. Über 70 Prozent der Raffineriekapazitäten im Land werden von Unternehmen kontrolliert, die kein eigenes Tankstellennetz betreiben. Das Finanzministerium unter Lars Klingbeil (SPD) betonte, der Staat profitiere nicht von den aktuellen Preissprüngen.
Wirtschaftsministerin Katerina Reiche (parteilos) warnte, dass es Ende April zu Versorgungsengpässen kommen könnte, sollte sich der Nahost-Konflikt weiter zuspitzen. Die Regierung prüft nun Maßnahmen, um die Belastung für Autofahrer und Unternehmen zu verringern.
Der anhaltende Krieg im Iran bleibt der Hauptgrund für die steigenden Spritpreise – ein baldiges Ende ist nicht in Sicht. Politik und Wirtschaft stehen unter Druck, Lösungen zu finden, während die Preise weiter steigen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die geplanten Schritte der Regierung die Lage stabilisieren können, bevor es zu möglichen Lieferengpässen kommt.






