13 June 2026, 18:16

Steinbrück fordert begrenzte Gespräche mit der AfD – CDU lehnt ab

Sozialflügel der CDU lehnt Gespräche mit AfD ab

Steinbrück fordert begrenzte Gespräche mit der AfD – CDU lehnt ab

Peer Steinbrück, ehemaliger SPD-Finanzminister, hat eine Neuausrichtung im Umgang mit der rechtspopulistischen AfD gefordert. Er schlug vor, klare inhaltliche Grenzen zu ziehen, um begrenzte Gespräche mit der Partei zu ermöglichen. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die Debatte über den richtigen Umgang mit der erstarkten rechten Bewegung in Deutschland an Fahrt aufnimmt.

Steinbrück anerkennt zwar den Zweck des „demokratischen Schutzwalls“ – einer politischen Absperrung gegen die AfD. Gleichzeitig argumentiert er, dass diese Ausgrenzung nicht auf Dauer angelegt sein dürfe. Stattdessen plädiert er für die Festlegung strenger „roter Linien“, um unter bestimmten Bedingungen einen Dialog in ausgewählten Politikbereichen zu ermöglichen.

Dennis Radtke, Vorsitzender der CDU-Arbeitnehmerorganisation CDA, lehnt Gespräche mit der AfD kategorisch ab. Er bezeichnet den Schutzwall als unverzichtbar, um die politische Mitte vor rechtsextremen Einflüssen zu bewahren. Radtke wies zudem die Vorstellung zurück, die AfD könne sich von extremistischen und prorussischen Positionen distanzieren – solche Hoffnungen seien unrealistisch.

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Radtke betonte, dass Glaubwürdigkeit und enge Bürgerbindung entscheidend seien, um Extremismus entgegenzuwirken. Gleichzeitig warnte er, dass diese Instrumente zunehmend schwinden – mit klaren Risiken für die Zukunft.

Die kontroverse Diskussion zeigt, wie tief die Gräben bei der Frage sind, wie mit der wachsenden Rolle der AfD in der deutschen Politik umzugehen ist. Während Steinbrück für eine bedingte Gesprächsbereitschaft plädiert, besteht Radtke auf einer strikten Distanz. Im Kern geht es um die Balance zwischen demokratischen Prinzipien und der Notwendigkeit, extremistischem Einfluss entgegenzutreten.

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