Stromkosten steigen im März – doch flexible Nutzer sparen bis zu 7 Prozent
Lia JunitzStromkosten steigen im März – doch flexible Nutzer sparen bis zu 7 Prozent
Stromkosten in Deutschland stiegen im März erneut – und belasten Haushalte zusätzlich
Die anhaltende Energiekrise, verschärft durch geopolitische Spannungen, hat die Verbraucherpreise weiter in die Höhe getrieben. Doch einige Kunden konnten ihre Rechnungen durch angepasstes Nutzungsverhalten senken.
Der Konflikt mit Beteiligung des Iran ließ die Gaspreise explodieren, was wiederum die Stromkosten im ganzen Land steigen ließ. Auch die Großhandelspreise für Strom schwankten Anfang März stark, mit plötzlichen Ausschlägen nach oben und unten. In der Folge stiegen die Tarife für Neukunden erneut.
Haushalte mit Elektroautos, intelligenten Stromzählern und flexiblen Tarifen kamen dabei besser weg als die meisten anderen. Ihre Stromrechnungen erhöhten sich im Vergleich zum Februar nur um 3 Prozent. Das anpassungsfähigste Viertel dieser Kunden senkte die Kosten sogar um fast 7 Prozent, indem sie ihre Ladegewohnheiten änderten. Daten des Energieanbieters Tibber zeigen einen deutlichen Verhaltenswandel: Das Laden in den frühen Morgenstunden zwischen 4 und 6 Uhr nahm zu, während das abendliche Laden zurückging.
Aus den Unternehmensdaten geht zudem hervor, dass etwa drei Viertel der Tibber-Kunden sowohl ein Elektroauto als auch Solaranlagen besitzen. 2025 zahlten Haushalte mit beiden Technologien im Schnitt 22 Cent pro Kilowattstunde – verglichen mit 26 Cent für E-Auto-Besitzer ohne Solarstrom. Edgeir Aksnes, der globale CEO von Tibber, fragte, warum Deutschland angesichts der klaren Vorteile erneuerbarer Energien noch immer so stark von fossilen Brennstoffen abhängig sei.
Die jüngsten Preisanpassungen unterstreichen die wachsende Kluft zwischen Haushalten, die sich anpassen, und denen, die es nicht tun. Intelligentes Laden und Solarstrom haben es einigen Kunden ermöglicht, ihre Kosten zu senken – selbst während der allgemeine Marktdruck die Preise nach oben treibt. Der Trend deutet darauf hin, dass flexible Energienutzung künftig eine immer wichtigere Rolle bei der Kontrolle der Stromkosten spielen könnte.






