05 June 2026, 19:13

Syrischer Gesundheitsminister besucht Solinger Klinik – Hoffnung auf medizinische Zusammenarbeit

Syrien: Gesundheitsminister Musaab Nazzal al-Ali besucht das Stadtkrankenhaus Solingen

Syrischer Gesundheitsminister besucht Solinger Klinik – Hoffnung auf medizinische Zusammenarbeit

Syriens Gesundheitsminister Musaab Nazzal al-Ali besuchte am Donnerstag das Städtische Klinikum Solingen. Die Reise markierte eine Rückkehr in das deutsche Krankenhaus, in dem er einst als Neurochirurg ausgebildet wurde. Im Mittelpunkt der Gespräche stand eine mögliche künftige Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten.

Al-Ali absolvierte seine fünfjährige neurochirurgische Facharztausbildung in Solingen unter Professor Ralf Buhl. Nach Abschluss seines Studiums kehrte er 2025 nach Syrien zurück und wurde später Gesundheitsminister.

Während des Besuchs traf er mit Professor Martin Eversmeyer, dem ärztlichen Direktor des Klinikums, zusammen. Beide Seiten loteten Möglichkeiten der Kooperation aus, darunter ein Austauschprogramm für junge Fachkräfte. Eversmeyer zeigte sich offen für konkrete Vorschläge.

Das syrische Gesundheitssystem kämpft mit zerstörten Krankenhäusern, begrenzter Ausstattung und einem schweren Mangel an qualifiziertem Personal. Über 6,8 Millionen Syrer haben das Land verlassen, darunter viele erfahrene Ärzte. Allein im vergangenen Jahr führten syrische Mediziner im Ausland 10.800 Operationen durch.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Al-Ali hat kurzfristige Einsätze syrischer Ärzte im Ausland genehmigt, um die medizinische Versorgung in der Heimat zu verbessern. Der Besuch des Ministers könnte den Weg für engere Beziehungen zwischen syrischen und deutschen Gesundheitseinrichtungen ebnen.

Die Gespräche in Solingen unterstrichen das Potenzial für eine Zusammenarbeit in der medizinischen Ausbildung und Patientenversorgung. Falls die Pläne vorankommen, könnten syrische Ärzte weitere Erfahrungen in Deutschland sammeln und gleichzeitig das überlastete Gesundheitssystem ihres Heimatlandes unterstützen. Beide Seiten werden nun praktische Schritte prüfen, um dies umzusetzen.

Quelle