30 April 2026, 12:27

Tarifstreit im Nahverkehr Sachsen-Anhalts endet mit historischem Kompromiss

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter, der zusammen mit einer anderen Person vor einer bergigen, bewaldeten Kulisse steht, mit der Aufschrift "Was unser freier Handel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die Fair-Wage-Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Tarifstreit im Nahverkehr Sachsen-Anhalts endet mit historischem Kompromiss

Tarifabschluss für den öffentlichen Nahverkehr in Sachsen-Anhalt

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Ein neuer Tarifvertrag für die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr Sachsen-Anhalts ist unterzeichnet worden. Die am 29. April 2026 finalisierte Einigung folgte auf fünf harte Verhandlungsrunden und verhindert damit Streiks, die den Verkehr in der gesamten Region lahmlegen hätten können.

Die Gespräche hatten sich in die Länge gezogen, nachdem die Gewerkschaften eine 35-Stunden-Woche ohne Lohnkürzungen durchsetzen wollten. Die Arbeitgeber lehnten diese Forderung ab, machten jedoch in anderen Punkten Zugeständnisse. So werden künftig die Ausbildungsvergütungen nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) gezahlt, was regelmäßige Erhöhungen garantiert. Zudem erhielten die Beschäftigten höhere Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit.

Die Arbeitgeber verdoppelten ihre Zuschüsse zu den Führerscheinkosten der Mitarbeiter. Der Tarifvertrag führt flexiblere Ruhezeiten und kürzere Schichtobergrenzen für Fahrer ein. Zudem können Beschäftigte einen Teil ihrer Jahresprämie in bis zu drei zusätzliche Urlaubstage umwandeln.

Der Kompromiss fiel den Verkehrsunternehmen nicht leicht, doch er verhinderte Arbeitsniederlegungen. Beide Seiten bezeichneten das Ergebnis als notwendigen Ausgleich zwischen Kostendruck und fairen Arbeitsbedingungen.

Die Vereinbarung sichert rund 4.000 Beschäftigten im Nahverkehr bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig bleibt die Verkehrsstabilität für die Fahrgäste in Sachsen-Anhalt gewahrt. Die neuen Regelungen treten in den kommenden Monaten in Kraft, wobei die Lohnanpassungen an die Tarifrunden im öffentlichen Dienst gekoppelt sind.

Quelle