Uli Borowka packt aus: Wie er als Ex-Profi gegen die Alkoholsucht kämpfte
Wilhelm RoskothUli Borowka packt aus: Wie er als Ex-Profi gegen die Alkoholsucht kämpfte
Ex-Fußballprofi Uli Borowka, genannt „Die Axt“, spricht offen über seinen Kampf gegen Alkoholsucht
Der ehemalige Bundesliga-Spieler Uli Borowka, der wegen seiner harten Spielweise den Spitznamen „Die Axt“ trägt, hat kürzlich vor Schülern über seine Erfahrungen mit Alkoholabhängigkeit berichtet. Die Veranstaltung brachte Schulen, Suchthilfe-Einrichtungen und lokale Organisationen zusammen, um über die Gefahren von Substanzmissbrauch aufzuklären. Borowka teilte persönliche Einblicke aus seiner Karriere und seinem Weg in die Nüchternheit, um seine Botschaft eindringlich zu vermitteln.
Die Gesprächsrunde fand im Rahmen einer gemeinsamen Initiative der AWO Braunschweig, der Gottfried-Linke-Realschule, des Kranich-Gymnasiums und der Migrationsbürgerdienste Salzgitter statt. Unterstützt wurde die Aktion zudem von AWO-Salto Suchthilfe, dem Salzgitterer Präventionsrat und SuPer-Salzgitter e.V.. Die Finanzierung übernahmen die BKK Salzgitter und die BKK Public.
In seinem Vortrag bezog sich Borowka auf seine Autobiografie „Vollgas: Mein Doppelleben als Fußballprofi“, in der er schildert, wie die Sucht sein Leben einengte und zerstörerisch wirkte. Er warnte die Jugendlichen davor, dass Abhängigkeit ihre Freiheit und Chancen einschränken könne. Stattdessen rief er sie dazu auf, ihr eigenes Verhalten kritisch zu hinterfragen und gesündere Strategien im Umgang mit Stress zu entwickeln.
Die Schüler beteiligten sich lebhaft, stellten Fragen zu Borowkas Trinkverhalten, seinem Weg in die Abstinenz und dazu, wie er heute Vatersein mit seiner Vergangenheit vereint. Auch seine Fußballkarriere, insbesondere seine Zeit in der Bundesliga, war ein Thema. Nach der Veranstaltung standen viele für Selfies und Autogramme Schlange, während Lehrer das Programm lobten und über Pläne sprachen, es für künftige Jahrgänge zu wiederholen.
Die AWO-Salto Suchthilfe, einer der Kooperationspartner, bietet kontinuierliche Beratung für Betroffene an. Ihr Engagement unterstrich die lokalen Hilfsangebote, die Jugendlichen in der Region zur Verfügung stehen. Borowkas Besuch hinterließ bei Schülern und Pädagogen gleichermaßen einen starken Eindruck. Die Veranstaltung vermittelte nicht nur seine persönliche Geschichte, sondern verband junge Menschen auch mit Unterstützungsnetzwerken vor Ort. Die Organisatoren hoffen, dass die Initiative zu mehr Offenheit im Umgang mit Sucht und Genesung beiträgt.






