29 June 2026, 06:18

Volkswagen kämpft um volle Auslastung seiner deutschen Werke gegen Kostendruck aus China

Volkswagen plant, vier Fabriken zu schließen

Volkswagen kämpft um volle Auslastung seiner deutschen Werke gegen Kostendruck aus China

Die Volkswagen Group plant tiefgreifende Veränderungen an ihren deutschen Standorten. Das Unternehmen strebt an, die volle Produktionskapazität in den Werken Hannover, Zwickau, Emden sowie im Audi-Werk Neckarsulm wiederherzustellen. An diesen Standorten arbeiten rund 40.000 Beschäftigte, die bis zu 750.000 Fahrzeuge pro Jahr fertigen.

Jahre lang liefen einige Volkswagen-Werke in Europa mit weniger als 60 Prozent Auslastung. Dadurch blieben jährlich bis zu 800.000 Produktionseinheiten ungenutzt. Finanzvorstand Arno Antlitz warnte kürzlich, dass unterausgelastete Standorte und steigende Kosten zu Werksschließungen in ganz Europa zwingen könnten.

Die Werke in Zwickau und Emden konzentrieren sich auf die Produktion von Batterie-Elektrofahrzeugen. In Hannover werden der ID. Buzz und der ID. Buzz Cargo gefertigt, während in Neckarsulm Verbrenner-, Hybrid- und Elektromodelle von Audi vom Band laufen. Die Produktion in Asien, insbesondere in China, bleibt jedoch günstiger als in Europa – ein zusätzlicher Kostendruck für den Konzern.

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2024 vereinbarte Volkswagen die Schließung von drei deutschen Werken und den Abbau von 30.000 Arbeitsplätzen. Konzernchef Oliver Blume schlug zudem vor, bis 2030 vier Standorte zu schließen und die globale Belegschaft um 100.000 Stellen zu reduzieren. Der Gewinn pro Fahrzeug stieg zwar von 3.593 Dollar im Jahr 2016 auf 5.919 Dollar in 2024, doch ein Großteil dieses Wachstums ging auf die Produktion außerhalb Deutschlands zurück.

Zudem sieht sich das Unternehmen mit wachsendem Wettbewerb konfrontiert, da chinesische Automobilhersteller zunehmend Marktanteile in Europa gewinnen.

Volkswagen will seine deutschen Werke wieder voll auslasten. Doch Kostendruck und die Konkurrenz aus China könnten weitere Einschnitte erzwingen. Die geplanten Schließungen und Stellenstreichungen sollen die seit langem bestehende Unterauslastung und die finanziellen Herausforderungen bewältigen.

Quelle