27 June 2026, 08:18

Warnstreik in Hessen: ver.di ruft nach gescheiterten Tarifverhandlungen zum Arbeitskampf auf

Streik bei Rewe, Ikea & Co.: Was das für Kunden in Wiesbaden bedeutet

Warnstreik in Hessen: ver.di ruft nach gescheiterten Tarifverhandlungen zum Arbeitskampf auf

Warnstreik in Hessen nach gescheiterten Tarifverhandlungen

In Hessen ist ein Streik ausgerufen worden, nachdem die Lohnverhandlungen zwischen Arbeitgebern und der Gewerkschaft ver.di in einer Sackgasse endeten. Die Gewerkschaft wirft den Arbeitgebern vor, ihr Angebot trotz laufender Gespräche nicht verbessert zu haben. Beschäftigte im Einzel- und Großhandel bereiten sich nun auf Arbeitsniederlegungen vor.

Ver.di fordert eine monatliche Gehaltserhöhung von 250 Euro für Einzelhandelsbeschäftigte. Zudem verlangt die Gewerkschaft eine jährliche Steigerung von 150 Euro für Auszubildende – pro Ausbildungsjahr. Darüber hinaus strebt sie eine Laufzeit von zwölf Monaten für den neuen Tarifvertrag an.

Die Arbeitgeber haben diese Forderungen bisher abgelehnt. Ihr aktuelles Angebot sieht für Einzelhandelsmitarbeiter eine Erhöhung von 2 Prozent nach sechs Monaten vor. Großhandelsbeschäftigte sollen lediglich 1,8 Prozent erhalten – nach einer langen Phase stagnierender Löhne. Ver.di kritisiert, dass diese Anpassungen hinter der erwarteten Inflationsrate zurückbleiben.

Marcel Schäuble, ver.di-Verhandlungsführer für den Einzelhandel in Hessen, übt scharfe Kritik an der Haltung der Arbeitgeber. Er betont, dass die Unsicherheit für die Beschäftigten deren finanzielle Not verschärfe. Proteste sind in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt geplant.

Von dem Streik betroffen sind große Handelsketten wie Rewe, Penny und Kaufland. Weitere Unternehmen, die bestreikt werden, sind Hit, Douglas, IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro sowie Rewe Logistics.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Arbeitskampf unterstreicht die wachsende Unzufriedenheit der Beschäftigten über seit Jahren stagnierende Löhne. Sollte es kein überarbeitetes Angebot geben, sind flächendeckende Beeinträchtigungen in mehreren Städten und Handelsketten zu erwarten. Das Ergebnis des Konflikts wird die Lohnentwicklung für Tausende Arbeitnehmer entscheiden.

Quelle