07 May 2026, 16:34

Weißstörche gefährden Hessens Stromnetz und Bahnstrecken durch Nester auf Masten

Zwei Weißstörche auf einem Nest auf einem Strommast, mit einer Straßenlaterne, die die Szene beleuchtet, und Drähten, die entlang des Mastes verlaufen.

Weißstörche gefährden Hessens Stromnetz und Bahnstrecken durch Nester auf Masten

Weißstörche sorgen in Hessen für zunehmende Probleme bei Energie- und Bahnunternehmen. Die Vögel bauen immer häufiger ihre Nester auf Strommasten und Bahnanlagen, was sowohl für die Störche als auch für die öffentliche Infrastruktur Risiken birgt. Betreiber ergreifen nun Maßnahmen, um Sicherheit und Artenschutz in Einklang zu bringen.

Die Zahl der Weißstörche in Hessen ist deutlich gestiegen, insbesondere in Südhessen und der Rhein-Main-Region. Viele der Tiere errichten ihre Horste auf Hochspannungsmasten und Bahnanlagen – mit erheblichen Folgen für die Sicherheit.

Das Gewicht eines Storchnests kann mehrere hundert Kilogramm erreichen und die Stabilität der Strommasten gefährden. Zudem bergen die Nester die Gefahr von Kurzschlüssen, Lichtbögen oder Bränden, die zu Stromausfällen führen können. Für die Vögel selbst bestehen lebensbedrohliche Risiken durch Stromschläge oder Kollisionen mit der Infrastruktur.

Energieunternehmen haben damit begonnen, Nester zu entfernen und Abschreckungsmaßnahmen zu installieren, um die Störche fernzuhalten. Bewährt haben sich etwa windbetriebene Geräte, die in einigen Gebieten erfolgreich eingesetzt werden. Gleichzeitig werden in der Nähe alternative Nistplattformen eingerichtet, um den Tieren sichere Alternativen zu bieten.

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Auch die Deutsche Bahn ergreift präventive Schritte. Gemeinsam mit Naturschutzbehörden werden Nester fachgerecht entfernt und neue Plattformen in sicherer Entfernung zu den Gleisanlagen aufgebaut. Alle Maßnahmen erfolgen in Absprache mit den Artenschutzbehörden, um die Einhaltung der Naturschutzgesetze zu gewährleisten.

Ziel der Bemühungen ist es, die langfristige Betriebssicherheit zu gewährleisten, ohne die Weißstorchpopulation zu gefährden. Durch die Kombination technischer Lösungen mit der Zusammenarbeit von Unternehmen und Behörden lassen sich die Risiken für Infrastruktur und Wildtiere gleichermaßen verringern.

Quelle