06 June 2026, 12:19

WM 2023 startet mit Rekordteilnehmern und wachsender Kritik an Nachhaltigkeit

Was steht auf dem Spiel

WM 2023 startet mit Rekordteilnehmern und wachsender Kritik an Nachhaltigkeit

Die Fußball-WM der Männer 2023 startet am Donnerstag in drei Gastgeberländern: den USA, Kanada und Mexiko. In diesem Jahr findet das Turnier erstmals mit 48 teilnehmenden Mannschaften statt, darunter Debütanten wie Kap Verde, Curaçao und Jordanien. Während die Vorfreude steigt, sehen sich die Veranstalter mit Kritik an Nachhaltigkeit, Zugänglichkeit und politischen Spannungen konfrontiert, die die Weltmeisterschaft begleiten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das erweiterte Turnier umfasst nun 48 Nationen und ist damit das größte in der Geschichte der FIFA. Teams wie Kap Verde, Curaçao und Jordanien nehmen zum ersten Mal teil und erweitern so die globale Reichweite des Wettbewerbs. Die USA, eines der Gastgeberländer, haben strenge Einreisebestimmungen erlassen, die sowohl Fans als auch Spieler der qualifizierten Mannschaften betreffen.

Die aktuelle Ausgabe des Kicker widmet der WM 14 Seiten und plant eine tägliche Berichterstattung während des gesamten Turniers. Fans können den vollständigen Spielplan auch online abrufen, herunterladen und ausdrucken. Unterdessen haben die explodierenden Ticketpreise in Mexiko den Fußball weiter von seinen Wurzeln in der Arbeiterklasse entfernt – viele Anhänger können sich den Besuch der Spiele schlicht nicht leisten.

Die Dimensionen des Turniers haben die Debatte über die Nachhaltigkeitsversprechen der FIFA neu entfacht. Kritiker argumentieren, dass ein Mega-Event dieses Ausmaßes den Umweltzielen widerspricht, insbesondere angesichts der sich verschärfenden Klimakrise. Abseits des Platzes sind auch die politischen Gegensätze zwischen den Gastgebern kaum zu übersehen: Kanada, das als Co-Gastgeber auftritt, vertritt einen offeneren und zivileren Ansatz als die USA, wo im Vorfeld des Turniers autoritäre Maßnahmen verschärft wurden.

DFB-Sportdirektor Andreas Rettig hat Diskussionen zurückgewiesen, die Deutschlands vergangene Niederlagen auf Spieler zurückführen, die die Nationalhymne nicht mitsingen. Seine Äußerungen spiegeln eine breitere Frustration wider – die Ablenkung vom Sport selbst, während die Welt ihren Blick auf die Spiele richtet.

Die WM bleibt das größte Sportereignis der Welt und zieht Milliarden von Zuschauern in ihren Bann. Doch die diesjährige Ausgabe steht wegen ihrer ökologischen Auswirkungen, der mangelnden Zugänglichkeit und des politischen Umfelds in der Kritik. Mit dem Start der Spiele in dieser Woche wird sich der Fokus bald auf das Geschehen auf dem Platz verlagern.

Quelle