WM-Fieber heizt Lohnstreit im Gastgewerbe des Rhein-Kreises Neuss an
Michael TextorWM-Fieber heizt Lohnstreit im Gastgewerbe des Rhein-Kreises Neuss an
Die Weltmeisterschaft rückt Lohnforderungen im Rhein-Kreis Neuss in den Fokus. Gewerksafterfordern im Gastgewerbe – darunter Köche und Servicekräfte – eine sechsprozentige Gehaltserhöhung. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) warnt Arbeitgeber davor, Beschäftigte während des Turniers mit übermäßigen Überstunden auszubeuten.
Die NGG wird unmittelbar nach dem ersten WM-Spiel die Lohnverhandlungen für das Gastgewerbe in Nordrhein-Westfalen aufnehmen. Ziel ist eine Steigerung um sechs Prozent, was für eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft wie Köche oder Servicekräfte mindestens 164 Euro mehr im Monat bedeuten würde. Ina Korte-Grimberg von der NGG betonte, dass Mitarbeiter nicht zu endlosen Zusatzschichten gedrängt werden dürfen – und das ohne angemessene Bezahlung.
Verhandelt wird zwischen der NGG und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA). Die Gewerkschaft besteht darauf, dass jede zusätzliche Arbeitsstunde vergütet werden muss. Zudem fordert sie Arbeitgeber auf, bei der Schichtplanung Rücksicht auf Beschäftigte mit Kindern oder Pflegeverantwortung zu nehmen.
Gaststätten und Bars wurden aufgefordert, für Stoßzeiten während der Spiele zusätzliches Personal einzustellen. Die NGG argumentiert, dass ein motiviertes Team entscheidend für den Erfolg sei – besonders bei hochbelasteten Events wie der Weltmeisterschaft.
Die Forderungen der Gewerkschaft zeigen den Druck, unter dem Gastgewerbe-Beschäftigte bei Großveranstaltungen stehen. Eine Lohnerhöhung und faire Arbeitszeiten könnten die Spannungen zwischen Belegschaft und Arbeitgebern verringern. Das Ergebnis der Verhandlungen wird die Arbeitsbedingungen für viele in der Region prägen.






