Wolters Brauerei beantragt Eigenverwaltung – Stadt sucht Rettung durch Taskforce
Lia JunitzWolters Brauerei beantragt Eigenverwaltung – Stadt sucht Rettung durch Taskforce
Die Wolters Brauerei hat Eigenverwaltung beantragt, um ihre Geschäftsaktivitäten umzustrukturieren. Gerüchte über einen möglichen Zusammenbruch des Unternehmens hatten bereits die Runde gemacht und in der Region Besorgnis ausgelöst. Die Stadtverwaltung betrachtet die Brauerei als einen zentralen Bestandteil der kulinarischen Kultur der Region.
Mit dem Insolvenzverfahren soll eine Lösung für die wirtschaftliche Zukunft der Brauerei ausgehandelt werden – gemeinsam mit Anteilseignern und Gläubigern. Wolters strebt an, die Umstrukturierung eigenständig unter diesen rechtlichen Rahmenbedingungen durchzuführen.
Die CDU-Fraktion im Stadtrat plant, einen Eilantrag einzubringen, um eine Taskforce einzurichten. Dieser Arbeitsgruppe sollen die Geschäftsführung von Wolters, der Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie Spitzenvertreter der großen Ratsfraktionen angehören. Damit der runde Tisch erfolgreich verlaufen kann, müssen eine klare Strategie und die Ergebnisse der Insolvenzverhandlungen vorgelegt werden.
Die Stadtverwaltung steht weiterhin im Dialog mit der Geschäftsführung von Wolters. Sie zeigt sich offen für eine Ausweitung der Gespräche mit Ratsvertretern und weiteren Beteiligten. Rechtliche Vorgaben zu kommunaler Unterstützung verhindern jedoch, dass die Verwaltung direkten Einfluss auf den Umstrukturierungsprozess nehmen kann.
Die Stadtverwaltung äußert sich vorsichtig optimistisch über das Überleben der Brauerei. Sie verfolgt die Entwicklungen weiter, hält sich dabei aber an die rechtlichen Grenzen ihres Engagements. Die Zukunft von Wolters hängt nun von den laufenden Insolvenzverhandlungen und den Bemühungen der geplanten Taskforce ab.
