1&1 CEO Dommermuth schließt Verkauf an Telefónica aus - 1&1 übertrifft Netzausbau-Ziele und wehrt Verkaufsgerüchte ab
1&1 baut Mobilfunknetz auf 27 Prozent der deutschen Haushalte aus – und übertrifft damit die Vorgaben der Regulierungsbehörde
Der Telekommunikationsanbieter 1&1 hat sein Mobilfunknetz auf 27 Prozent der deutschen Haushalte ausgebaut und damit das von den Aufsichtsbehörden gesetzte Ziel von 25 Prozent übertroffen. Das Wachstum des Unternehmens fällt in eine Phase, in der es sich gegen die etablierten Konkurrenten Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2 behauptet. Gleichzeitig wies Firmengründer Ralph Dommermuth Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Unternehmens zurück.
In den vergangenen fünf Jahren hat sich 1&1 als günstiger Mobilfunkanbieter in Deutschland positioniert. Durch eine aggressive Preispolitik gelang es, Kunden zu gewinnen – auch wenn die Netzabdeckung und die Abonnentenzahlen weiterhin hinter denen der drei marktführenden Anbieter zurückbleiben. Die Etablierung eines vierten Wettbewerbers hat jedoch zu sinkenden Preisen geführt, wovon die Verbraucher profitieren.
Ralph Dommermuth hält die Zügel des Unternehmens weiterhin fest in der Hand. Er wies Gerüchte über einen möglichen Verkauf zurück und bekräftigte sein Engagement für den weiteren Netzausbau. Bis Ende 2026 strebt 1&1 an, die Abdeckung auf 35 Prozent der Haushalte auszuweiten.
Doch das Wachstum des Unternehmens verlief nicht ohne Konflikte. Dommermuth liegt mit der Bundesnetzagentur im Rechtsstreit, da er die Verlängerung der Niederfrequenzlizenzen für die etablierten Anbieter als rechtswidrig ansieht. Dennoch zeigt er sich kooperationsbereit – insbesondere beim gemeinsamen Nutzen von Mobilfunkmasten, um die Versorgung im ländlichen Raum zu verbessern.
Das Netz von 1&1 übertrifft nun die regulatorischen Erwartungen und deckt mehr als ein Viertel der deutschen Haushalte ab. Die Konzentration auf Expansion und juristische Auseinandersetzungen unterstreicht den Willen des Unternehmens, sich gegen die größeren Konkurrenten zu behaupten. Vorerst sorgt Dommermuths Führung dafür, dass das Projekt ohne Verkaufspläne weiterverfolgt wird.






