100 Unternehmer fordern von Merz radikale Wirtschaftswende bis Juli
Michael Textor100 Unternehmer fordern von Merz radikale Wirtschaftswende bis Juli
Über 100 Unternehmer haben Bundeskanzler Friedrich Merz aufgefordert, die Wirtschaftspolitik unverzüglich zu reformieren. Sie legten ein Manifest mit zehn Forderungen vor, in dem sie sofortige Reformen zur Förderung von Wachstum und Innovation in der Wirtschaft einfordern. Zu den Unterzeichnern gehören prominente Gründer wie David Schröder von Zalando und André Schwämmlein von FlixBus.
Das unter dem Titel „Für eine neue Gründerzeit – Jetzt“ veröffentlichte Manifest wurde von Verena Pausder, Vorsitzende des Bundesverbands Deutsche Startups, präsentiert. Sie forderte den Kanzler auf, noch vor dem Koalitionsausschuss am 1. Juli konkrete Schritte einzuleiten.
Zu den zentralen Forderungen zählen der Abbau bürokratischer Hürden, um Unternehmensgründungen und -erweiterungen zu erleichtern. Die Unternehmer verlangen zudem flexiblere Regelungen beim Kündigungsschutz für Spitzenverdiener. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Forderung nach milliardenhohen staatlichen Investitionen in Zukunftstechnologien – finanziert durch privates Kapital aus Pensionsfonds.
In dem Schreiben wird außerdem der Aufbau einer unabhängigen, eigenständigen KI-Infrastruktur in Deutschland gefordert. Dieser Appell erfolgt vor dem Hintergrund einer jüngsten Weisung der US-Regierung an das KI-Unternehmen Anthropic, seine Programme nicht im Ausland anzubieten. Die Unternehmer betonen zudem die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Forschung, Fachkräften und Industrie.
Die Initiative unterstreicht die Dringlichkeit wirtschaftspolitischer Reformen, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern. Die Vorschläge zielen darauf ab, Innovation zu fördern, Bürokratie abzubauen und technologische Souveränität zu stärken. Die Bundesregierung steht nun unter Zugzwang, vor dem anstehenden Koalitionstreffen eine Reaktion zu zeigen.






