Agravis Raiffeisen wächst mit Rekordgewinn und Süd-Expansion
Agravis Raiffeisen AG steigert Vorsteuergewinn – Expansion in Süddeutschland geplant
Die Agravis Raiffeisen AG, Deutschlands zweitgrößter Agrarhandelskonzern, hat für das letzte Geschäftsjahr einen Anstieg des Vorsteuergewinns gemeldet. Der Gewinn stieg von 65 Millionen auf 70,1 Millionen Euro, während der Umsatz mit 8,4 Milliarden Euro nahezu stabil blieb. Nun richtet das Unternehmen seinen Blick auf die Expansion in den süddeutschen Markt.
Agravis ist seit Langem stark in Nordwest- und Ostdeutschland vertreten, mit Geschäftsaktivitäten, die sich von den Niederlanden bis nach Polen erstrecken. In den vergangenen fünf Jahren hielt das Unternehmen eine Marktanteil von 18 bis 20 Prozent und liegt damit klar hinter dem Marktführer BayWa AG, aber vor Konkurrenten wie AMBIT. Wachstum erzielte Agravis vor allem durch Genossenschaftsfusionen und digitale Optimierungen, während BayWa mit Schulden und Umstrukturierungen zu kämpfen hatte.
Der Branchenprimus BayWa verzeichnete kürzlich einen Umsatzrückgang auf 9,6 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten des Jahres 2025. Sein Marktanteil hat sich seit 2023 aufgrund finanzieller Belastungen verschlechtert. Agravis hingegen blieb stabil und dringt nun in Bayern und Baden-Württemberg vor.
Im Süden wird das Unternehmen jedoch nicht unter eigenem Namen auftreten. Stattdessen plant es, als Partner lokaler Genossenschaften zu agieren und deren bestehende Strukturen zu stärken.
Mit soliden Gewinnen und einer klaren Expansionsstrategie festigt Agravis seine Position in der deutschen Agrarbranche. Der Vorstoß in den süddeutschen Markt markiert eine neue Phase für das Unternehmen, das trotz eines herausfordernden Marktumfelds stabile Leistungen vorweist. Die anhaltenden Schwierigkeiten von BayWa könnten die Wettbewerbslandschaft in den kommenden Jahren weiter verändern.






