Aiwanger und 40 Top-Manager fordern Kehrtwende in der EU-Klimapolitik
Wilhelm RoskothAiwanger und 40 Top-Manager fordern Kehrtwende in der EU-Klimapolitik
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger unterstützt 40 große deutsche Konzernchefs in ihrem Appell für eine Kurskorrektur in der EU-Klimapolitik. Die Unternehmen warnen, dass die aktuellen Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit schwächen und Arbeitsplätze in ganz Europa gefährden.
Die Firmen kritisieren insbesondere die steigenden Kosten durch den Emissionshandel. Die CO₂-Abgabe, die mittlerweile bei 80 Euro pro Tonne liegt, belaste die Wirtschaft massiv, so ihre Argumentation.
Aiwanger teilt diese Bedenken. Er erklärt, das Ziel der Lissabon-Strategie, Europa zur wettbewerbsfähigsten Region der Welt zu machen, sei gescheitert. Zudem fordert er, die EU müsse regulatorische Hürden abbauen, um Arbeitsplätze und die industrielle Stärke zu sichern.
In einer deutlichen Kritik nannte er es beschämend, dass sich europäische Wirtschaftsführer gezwungen sähen, einen Brief an die EU-Kommission zu richten. Die Welt beobachte, wie Europa mit seiner Klimapolitik kämpfe, so Aiwanger. Der Block drohe durch die einseitige Fixierung auf den Green Deal und die „CO₂-Ideologie“ den Anschluss zu verlieren.
Der gemeinsame Vorstoß von Industrievertretern und Aiwanger zeigt den wachsenden Druck auf die EU, ihre Klimastrategie zu überdenken. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, wie sich Umweltziele mit wirtschaftlicher Stabilität und globaler Wettbewerbsfähigkeit in Einklang bringen lassen.






