19 March 2026, 10:36

Bayerische Städte ersetzen Ampelmännchen durch Kasperl, Pumuckl und Knödelwerfer

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Kleidung marschiert die Straße entlang, einige halten Musikinstrumente und Fahnen, im Hintergrund sind Bäume, Gebäude und ein Auto zu sehen.

Wenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte ersetzen Ampelmännchen durch Kasperl, Pumuckl und Knödelwerfer

Mehrere bayerische Städte haben herkömmliche Fußgängerampeln durch lokale Kulturikonen ersetzt. Die Initiative soll den regionalen Stolz feiern und dem alltäglichen Straßenüberqueren eine kreative Note verleihen. Doch nicht alle Vorschläge stießen bei den Behörden auf ungeteilte Zustimmung.

In Augsburg benötigte die "Kasperl"-Ampel – eine Figur aus dem traditionellen Puppentheater – eine Sondergenehmigung der Regierung von Schwaben. Die Stadt setzte sich trotz bürokratischer Hürden durch, entschlossen, ihr kulturelles Erbe zu präsentieren.

Nürnberg wählte einen künstlerischeren Ansatz und ziert seine Fußgängerampeln mit Albrecht Dürers berühmten Feldhasen. Unterdessen zeigen die Ampeln in Deggendorf eine Frau, die Knödel wirft – eine Hommage an die kulinarischen Traditionen der Region.

München verfügt mittlerweile über drei Ampeln mit dem "Pumuckl", dem schelmischen Kobold aus Kinderbüchern. Straubing entschied sich für den "Bruder Straubinger", eine Figur aus der lokalen Folklore, während die Ampeln in Dachau Personen in traditioneller bayerischer Tracht abbilden. Die Kosten für die Dachauer Motive beliefen sich auf 300 Euro für Schablonen sowie eine Grafikergebühr.

Hofs Plan, seinen beliebten Würstchenverkäufer Wärschtlamo zu ehren, scheiterte zunächst an Bedenken zur Verkehrssicherheit. Behörden argumentierten, dass ungewöhnliche Designs Fußgänger verwirren könnten. Dennoch gab die Stadt nicht auf – bald wird die Würstchenverkäufer-Figur auf den Ampeln zu sehen sein.

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Das bayerische Innenministerium steht dem Trend weiterhin skeptisch gegenüber. Die Behörden betonen die Wichtigkeit klarer, einheitlicher Verkehrsschilder, um Missverständnisse zu vermeiden. Befürworter hingegen sehen in den kreativen Ampeln eine spielerische Möglichkeit, die lokale Identität zu stärken.

Der Trend zu thematischen Fußgängerampeln spiegelt Bayerns Mischung aus Tradition und Innovation wider. Während einige Städte ihre Entwürfe bereits erfolgreich umgesetzt haben, kämpfen andere noch mit regulatorischen Herausforderungen. Vorerst bleibt die Debatte zwischen kultureller Selbstinszenierung und Verkehrssicherheit ungelöst.

Quelle