Berechnungsfehler: Bund zahlt Millionen zu viel an Beamte im Ausland
Wilhelm RoskothBerechnungsfehler: Bund zahlt Millionen zu viel an Beamte im Ausland
Die deutsche Bundesregierung hat Auslandszulagen an Beamte im Ausland zu hoch ausgezahlt. Ein Berechnungsfehler führte zu überhöhten Stufeneinstufungen an mehreren Auslandsstandorten. Der finanzielle Schaden wird auf etwa 5 Millionen Euro geschätzt.
Von dem Fehler betroffen waren rund ein Drittel der 220 Auslandsdienststellen für Beamte, darunter Posten in Litauen und an 70 weiteren Standorten. Die falsche Berechnung bezog sich sowohl auf Preisunterschiede bei Waren und Dienstleistungen als auch auf immaterielle Faktoren, die in die Bewertung einflossen.
Ein privates Unternehmen hatte die Berechnung der Zulagenhöhe vorgenommen. Das Auswärtige Amt hat den Fehler nun bei der diesjährigen Anpassung der Stufeneinstufungen korrigiert. Geprüft wird derzeit, ob Schadensersatzansprüche gegen das für die Fehlberechnung verantwortliche Unternehmen geltend gemacht werden.
Die Überzahlungen entstanden durch falsche Zonenklassifizierungen. Das Auswärtige Amt hat das Problem für die aktuellen Anpassungen behoben. Über weitere Schritte zur Begleichung des finanziellen Schadens wird die Regierung entscheiden.






