Berlin plant Internationale Bauausstellung 2034 als Meilenstein der Stadtentwicklung
Michael TextorBerlin plant Internationale Bauausstellung 2034 als Meilenstein der Stadtentwicklung
Berlin wird von 2034 bis 2037 eine Internationale Bauausstellung (IBA) ausrichten. Die Entscheidung des Berliner Senats markiert die dritte Veranstaltung dieser Art in der Geschichte der Stadt – nach Ausgaben in den späten 1950er- und späten 1980er-Jahren. Architekten und Stadtplaner begrüßen den Schritt als wichtigen Impuls für die städtische Entwicklung der Hauptstadt.
Die Unterstützung der IBA durch den Senat erfolgt vor dem Hintergrund laufender Debatten über andere Großprojekte. Während einige Befürworter argumentieren, dass Olympische Spiele, eine Weltausstellung und die IBA sich gegenseitig ergänzen könnten, existiert bisher kein konkretes Olympiakonzept. Es gibt weder detaillierte Pläne noch visuelle Entwürfe für eine mögliche Bewerbung, sodass die IBA das einzige fest terminierte Vorhaben bleibt.
Der Architekten- und Ingenieurverein Berlin-Brandenburg (AIV) hat die Entscheidung gelobt. Die IBA werde als historische Chance gesehen, die Stadt neu zu gestalten – insbesondere entlang des S-Bahn-Rings. Diese Zone, die als Übergangsbereich zwischen Innenstadt und äußerem Stadtgebiet gilt, könnte zum Vorbild moderner Stadtplanung werden.
Tobias Nöfer, Vorstandsmitglied des AIV, ist überzeugt, dass die IBA zentrale Herausforderungen wie Klimaanpassung und nachhaltige Flächennutzung angehen kann. Der Verband betrachtet das Projekt als Möglichkeit, neue Maßstäbe in der Stadtentwicklung zu setzen. Allerdings teilen nicht alle politischen Verantwortlichen die Begeisterung für die Verknüpfung der IBA mit anderen Großveranstaltungen.
Auch Kostenüberlegungen könnten eine Rolle bei der Senatsentscheidung gespielt haben. Die Ausrichtung einer IBA könnte günstiger sein als eine Olympiabewerbung, auch wenn offizielle Stellen dies nicht als Hauptgrund bestätigen.
Die IBA wird drei Jahre lang stattfinden, beginnend 2034. Ihr Fokus auf Nachhaltigkeit und urbane Innovation entspricht den langfristigen Entwicklungszielen Berlins. Von der Veranstaltung wird erwartet, dass sie das Stadtbild und die Planungspolitik nachhaltig prägt.






