24 March 2026, 16:20

Berlin startet bundesweit erste Strategie für queere Sicherheit gegen Gewalt und Diskriminierung

Eine große Gruppe von Menschen mit Fahnen und Schildern vor einem Gebäude während einer LGBTQ+-Rechtsdemo in Berlin, mit Gebäuden, einem Kran und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Berlin startet bundesweit erste Strategie für queere Sicherheit gegen Gewalt und Diskriminierung

Berlin ist das erste deutsche Bundesland, das eine umfassende Strategie zur Verbesserung der Sicherheit queerer Menschen verabschiedet hat. Der unter dem Titel "Berliner Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit" vorgestellte Plan wurde 2024 nach einer breiten Konsultation mit über 400 Teilnehmenden offiziell beschlossen. Die Behörden hoffen, dass die Maßnahmen Gewalt und Diskriminierung im öffentlichen Raum der Stadt verringern werden.

Die neue Strategie sieht zwölf konkrete Schritte vor, um queerfeindliche Vorfälle – insbesondere in Risikogebieten – einzudämmen. In Parks wie dem Tiergarten, dem Görlitzer Park und dem Volkspark Humboldthain sollen vermehrt Polizeistreifen unterwegs sein, die Beleuchtung verbessert und gezielte Aufklärungskampagnen durchgeführt werden. Diese Maßnahmen folgen auf alarmierende Zahlen aus dem Jahr 2023, als in Berlin 588 queerfeindliche Straftaten registriert wurden, darunter 127 gewalttätige Übergriffe.

In jedem Berliner Bezirk werden nun Beratungsstellen eingerichtet, die antidiskriminierende Hilfsangebote bereitstellen. Zudem plant die Stadt, in Neubauten von Schulen geschlechterneutrale Duschen und Toiletten einzurichten. Eine spezielle Einheit soll sich außerdem der Bekämpfung von Queerfeindlichkeit im Internet widmen, während Polizei- und Sicherheitskräfte erweiterte Sensibilisierungsschulungen erhalten.

Die Strategie stärkt darüber hinaus den Schutz bei öffentlichen Veranstaltungen und zielt darauf ab, bisher als gefährlich geltende Orte in sichere Räume zu verwandeln. Durch die Bekämpfung sowohl physischer als auch digitaler Bedrohungen wollen die Verantwortlichen ein inklusiveres städtisches Umfeld schaffen.

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Die Maßnahmen markieren einen bedeutenden Schritt in Berlins Bemühungen, queere Einwohner:innen und Besucher:innen zu schützen. Mit gezielten Ressourcen, verbesserten Infrastrukturprojekten und einer besseren Ausbildung der Sicherheitskräfte erhofft sich die Stadt eine Reduzierung diskriminierender Vorfälle. Der Erfolg der Strategie wird davon abhängen, wie konsequent sie in den kommenden Jahren in allen Bezirken umgesetzt wird.

Quelle