Berliner Polizist wegen gefälschtem Sportabzeichen und Betrugs angeklagt
Michael TextorBerliner Polizist wegen gefälschtem Sportabzeichen und Betrugs angeklagt
Ein Berliner Polizist muss sich wegen Betrugs vor Gericht verantworten, nachdem er ein gefälschtes Sportabzeichen vorgelegt hatte, um eine Beförderung zu erlangen. Durch die Täuschung erhielt er ein höheres Gehalt und verursachte der Polizei Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro. Gegen ihn wurden nun disziplinarrechtliche Verfahren eingeleitet.
Im Jahr 2020 reichte der Beamte ein manipuliertes Dokument ein, das bescheinigte, er habe das Deutsche Sportabzeichen in Gold erworben. Auf Grundlage dieser gefälschten Urkunde wurde er befördert und sein Gehalt erhöht. Bis zur Aufdeckung des Betrugs beliefen sich die finanziellen Schäden für die Berliner Polizei auf etwa 7.700 Euro.
Weitergehende Ermittlungen förderten zusätzliche Verfehlungen zutage: Der Polizist soll im Jahr 2020 mehrfach vortäuschen haben, dienstunfähig zu sein – obwohl er medizinisch als einsatzfähig galt. Dadurch erhielt er unberechtigte Zahlungen in Höhe von rund 11.600 Euro bis Mai 2026.
Die Staatsanwaltschaft hat ihn in beiden Fällen wegen Betrugs angeklagt und fordert die Rückzahlung der insgesamt etwa 19.300 Euro, die durch die falschen Angaben erschlichen wurden. Der Prozess gegen den Beamten soll vor dem Amtsgericht Tiergarten stattfinden.
Der Fall hat innerhalb der Berliner Polizei disziplinarische Konsequenzen ausgelöst. Der Beschuldigte muss sich nun sowohl strafrechtlich als auch finanziell verantworten. Das Gericht wird über das weitere Vorgehen und die Vorwürfe gegen ihn entscheiden.






