17 March 2026, 12:21

BfV-Reform: Mehr Befugnisse, mehr Kontrolle – wie der Verfassungsschutz sich wandelt

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Was gibt es für die Verfassungsreform des Verfassungsschutzes vorzuschlagen? - BfV-Reform: Mehr Befugnisse, mehr Kontrolle – wie der Verfassungsschutz sich wandelt

Deutschland plant umfassende Reformen seines Inlandsgeheimdienstes, des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV). Die Änderungen zielen darauf ab, die Überwachung von Finanzströmen der rechtsextremen Szene, der islamistischen Rekrutierung sowie der Gewaltplanung linker Extremisten zu verbessern. Innenminister Alexander Dobrindt will das BfV zu einem aktiveren "echten Nachrichtendienst" mit erweiterten Befugnissen ausbauen.

Die geplanten Reformen sollen es dem BfV ermöglichen, Informationen leichter an die Polizei weiterzugeben, indem die bisherigen Hürden gesenkt werden. Bisher ist der Datenaustausch nur in Fällen wie geplanten Terroranschlägen gestattet. Zudem könnte die Behörde unter strengen Auflagen künftig präventiv gegen Bedrohungen vorgehen.

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Ein weiterer zentraler Punkt betrifft die Überprüfung der Speicherdauer personenbezogener Daten. Ziel ist es, eine Balance zwischen effektiverer Geheimdienstarbeit und dem Schutz der Privatsphäre zu finden. Die Anpassungen sind Teil der laufenden Verhandlungen zwischen den regierenden Unionsparteien und der SPD.

Konstantin von Notz, der einzige Oppositionspolitiker im Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr), betont, dass neue Befugnisse verfassungskonform sein müssen. Er besteht darauf, dass das BfV ein analytisches Frühwarnsystem bleiben solle – und keine operative Eingreiftruppe werde. Die Koalition hat strengere Kontrollen versprochen, darunter eine stärkere Einbindung des Bundestags.

Die Opposition – etwa die AfD und die Linke – ist im PKGr nicht vertreten. Damit sind nur die Regierungsparteien und die Grünen, vertreten durch von Notz, direkt an der Ausgestaltung der Reformen beteiligt.

Falls die Pläne verabschiedet werden, markieren sie einen Wandel in der Arbeitsweise des BfV: Die Behörde würde eine aktivere Rolle bei der Abwehr von Gefahren übernehmen, stünde gleichzeitig aber unter schärferer parlamentarischer Aufsicht. Die finalen Details werden derzeit noch zwischen den Koalitionspartnern ausgehandelt.

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