22 March 2026, 08:20

Böhmermanns skurrile Schau fordert Berliner ohne Handys heraus

Plakat für den Salon des Humoristes in Paris mit einem Porträt einer Frau, umgeben von einer Menge, mit Textbeschreibung.

Böhmermanns skurrile Schau fordert Berliner ohne Handys heraus

Eine provokante neue Ausstellung des Satirikers Jan Böhmermann und des Künstlers Royal eröffnet

Am vergangenen Wochenende startete im Berliner Haus der Kulturen der Welt die viel diskutierte Ausstellung Die Möglichkeit der Irrationalität. Das Projekt des Satirikers Jan Böhmermann und des Künstlers Royal verbindet provokante Statements mit schwarzem Humor – und verlangt den Besuchern zunächst den Verzicht auf ihr Smartphone ab.

Bis zum 19. Oktober 2022 verwandelt die Schau den ikonischen Berliner Ausstellungsort in eine surreal-witzige Gedankenwelt: Eine lebensgroße Büste des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl, vollständig aus Butter gemeißelt, steht neben einer Raucherkabine mit echten Zigaretten. Ein Fernrohr lädt dazu ein, durch einen Spiegel in das Büro des benachbarten Kanzlers zu spähen.

Zu den skurrileren Exponaten zählt eine Maschine, die alle 28 Minuten ein Stofftier zerfetzt – es sei denn, ein Besucher zahlt 20 Euro und posiert für ein Foto. Die Ausstellung zeigt zudem eine Nachbildung des deutschen Einbürgerungstests, KI-generierte Aktbilder des Politikers Friedrich Merz sowie eine Dokumentation des abgesagten Konzerts des Rappers Chefket, das wegen Antisemitismus-Vorwürfen gestrichen wurde.

Zwölf der 47 ausgestellten Objekte stammen aus Böhmermanns Privatbesitz oder seiner TV-Karriere, darunter Requisiten aus Neo Magazin Royale. Neben Erinnerungsstücken wie Bushidos Goldener Schallplatte und Jan Marsaleks Boxsack beherbergt die Schau auch einen TV-Garten mit Auftritten von Independent-Künstlern wie Domiziana und Ebow. Keines der Exponate ist öffentlich online einsehbar, einige wurden jedoch in Medienberichten von Spiegel oder ZDF dokumentiert.

Durch das Handyverbot zwingen die Macher die Besucher, sich ganz auf die absurde, oft beunruhigende Welt der Ausstellung einzulassen. Bis Mitte Oktober bleibt die Schau täglich geöffnet – ein Experiment an den Grenzen von Satire und Meinungsfreiheit.

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