17 June 2026, 17:53

Brandenburgs Schulen kooperieren mit Bundeswehr – Streit um politische Bildung entbrannt

Deutsche Militärjugendoffiziere können Schulen besuchen

Brandenburgs Schulen kooperieren mit Bundeswehr – Streit um politische Bildung entbrannt

Brandenburgs Bildungsministerium und die Bundeswehr unterzeichnen Kooperationsvereinbarung zur Stärkung der politischen Bildung

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Das Brandenburgische Bildungsministerium und die Bundeswehr haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Bildungsarbeit an Schulen zu intensivieren. Die Vereinbarung schafft einen verbindlichen Rahmen für die langfristige Zusammenarbeit beider Institutionen. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler im kritischen Denken zu fördern und ihr Verständnis für die Rolle des Staates zu vertiefen.

Im Rahmen der Vereinbarung können Schulen Jugendoffiziere der Bundeswehr als externe Referentinnen und Referenten in den Unterricht einladen. Die Teilnahme bleibt freiwillig – jede Schule entscheidet selbst, ob sie das Angebot wahrnimmt. Werden Offiziere eingeladen, wirken sie im bestehenden Lehrplan mit und müssen sich an den Beutelsbacher Konsens halten, der eine Indoktrination ausdrücklich verbietet.

Die Offizierinnen und Offiziere sollen als Diskussionspartner zu Themen wie deutscher Außen- und Sicherheitspolitik, globalem Krisenmanagement und europäischen Sicherheitsinteressen fungieren. Oberst Nikolas Scholtka, Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg, betonte den Wert einer multiperspektivischen Auseinandersetzung mit Sicherheitsfragen.

Kritik an der Vereinbarung gibt es bereits. Die BSW-Fraktion im Landtag übt scharfe Kritik und bezeichnet die Kooperation als „institutionalisierte Kriegspropaganda“ im Klassenzimmer. Die Partei fordert die sofortige Aussetzung des Abkommens.

Die Vereinbarung regelt zwar die Zusammenarbeit, überlässt die endgültige Entscheidung aber den Schulen. Jugendoffiziere kommen nur auf Einladung und unter strengen Auflagen zum Einsatz. Die Debatte über die Umsetzung wird voraussichtlich weitergehen – mit klaren Fronten zwischen Befürwortern und Gegnern.

Quelle