Braunschweig reduziert Windenergiezonen – doch das Ziel ist schon erreicht
Michael TextorBraunschweig reduziert Windenergiezonen – doch das Ziel ist schon erreicht
Der Regionalverband Braunschweig hat seinen Entwurf für die Ausweisung von Windenergiezonen überarbeitet. Die Überarbeitung erfolgte nach einer öffentlichen Rückmelderunde und reduziert die Zahl der Vorranggebiete von 88 auf 80. Die gesetzlichen Vorgaben Niedersachsens sehen vor, dass die Region bis 2027 mindestens 2,46 Prozent ihrer Fläche für Windkraft ausweisen muss.
Der Verband hat 56 der ursprünglich vorgeschlagenen Zonen angepasst. Acht Standorte wurden vollständig aus der Prioritätenliste gestrichen, darunter ein großes Gebiet zwischen Seershausen, Hillerse und Edemissen. Gleichzeitig wurde ein neues Areal südlich von Kirchberg aufgenommen.
Die aktuellen Vorranggebiete umfassen nun rund 15.000 Hektar, was etwa 2,9 Prozent der Gesamtfläche der Region entspricht. Damit wird das Ziel für 2027 – 12.500 Hektar – bereits übertroffen. Kommunen können über ein freiwilliges Meldeverfahren zusätzliche Flächen beisteuern, die dann auf die Ziele für 2032 angerechnet werden.
Der zweite Entwurf des Plans soll in Kürze für eine weitere öffentliche Beteiligung veröffentlicht werden. Er wird sowohl online als auch in gedruckter Form verfügbar sein. Wann die Konsultationsphase beginnt, hat der Verband jedoch noch nicht bekannt gegeben.
Mit dem überarbeiteten Plan rückt die Region ihren Windenergiezielen näher. Die nächste Phase der Raumplanung läuft bereits an, wobei die Bürgerbeteiligung noch aussteht. Die endgültige Festlegung der Zonen hängt von weiterem Feedback und den Beiträgen der Kommunen ab.






