Braunschweigs Winterdienst nach Schnee-Chaos: Was sich 2031 ändern muss
Michael TextorBraunschweigs Winterdienst nach Schnee-Chaos: Was sich 2031 ändern muss
Braunschweigs Winterdienst steht nach dem Chaos des letzten Winters in der Kritik
Nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Saison, die Straßen und Radwege tagelang ungeräumt ließen, sieht sich der Braunschweiger Winterdienst scharfer Kritik ausgesetzt. Der Mobilitätsentwicklungsplan 2035+ (MEP) soll diese Versäumnisse nun aufarbeiten – durch eine Überprüfung von Personal und Ressourcen, noch bevor 2031 ein neues Betriebsmodell eingeführt wird.
Der Wintersturm Elli hatte die Region im vergangenen Jahr ins Chaos gestürzt: Züge fielen aus, Schulen blieben geschlossen, Pendler saßen fest. Trotz des Rund-um-die-Uhr-Einsatzes der Räumfahrzeuge waren viele Straßen – darunter die Leonhardstraße, die Museumstraße und die Parkstraße – über längere Zeit unpassierbar oder nur teilweise befahrbar.
Noch schlechter erging es den Radwegen: Manche wurden erst alle 19 Stunden geräumt. Die Ratsfraktion DIE FRAKTION. BS übt harsche Kritik und wirft dem Dienstleister ALBA vor, weder über ausreichend Personal noch über die nötige Ausstattung zu verfügen, um anhaltende Schneefälle zu bewältigen. Gefordert wird eine umfassende Prüfung der Winterdienst-Ressourcen von ALBA, um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern zu gewährleisten.
Der Vorschlag wurde sowohl im Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Beschaffung als auch im Verwaltungsausschuss beraten, bevor der Stadtrat grünes Licht gab. Die Untersuchung soll realistische Leistungsstandards für künftige Winterdienste definieren – im Einklang mit dem MEP, der auf eine nachhaltige Verkehrsentwicklung abzielt.
Die Ergebnisse fließen in die Vorbereitungen für das Betriebsmodell 2031 ein, um sicherzustellen, dass der Winterdienst den Anforderungen der Stadt gerecht wird. Mit klaren Vorgaben und verbesserten Kapazitäten will Braunschweig verhindern, dass sich die chaotischen Zustände des letzten Winters wiederholen – und allen Einwohnerinnen und Einwohnern sichere Mobilität garantieren.






