Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Gesundheitswesen
Lia JunitzBundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Gesundheitswesen
Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Gesundheitswesen beschleunigen soll. Der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingebrachte Gesetzentwurf zielt darauf ab, das Verfahren für Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen in Deutschland zu vereinfachen.
Das Gesetz wurde am Donnerstag mit den Stimmen der Regierungskoalition und der Grünen verabschiedet. Es führt standardisierte, digitalisierte Abläufe ein, um Verzögerungen bei der Anerkennung ausländischer Qualifikationen zu verringern. Zudem erhalten die Bundesländer künftig die Befugnis, die Sprachkenntnisse von Bewerberinnen und Bewerbern aus Drittstaaten bereits vor Abschluss ihrer beruflichen Qualifikation zu prüfen.
Die rechtspopulistische AfD stimmte gegen den Entwurf, während die Linke sich der Stimme enthielt. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss es noch den Bundesrat passieren. Bei Zustimmung treten die Änderungen am 1. November 2026 in Kraft.
Mit der Neuregelung soll dem Fachkräftemangel im Gesundheitssektor begegnet werden, indem es qualifizierten Berufstätigen erleichtert wird, in Deutschland zu arbeiten. Nach der Umsetzung gilt sie für zentrale medizinische Berufe, darunter Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen.






