23 April 2026, 02:19

CDU-Wirtschaftsrat fordert radikale Mietreformen – Sozialwohnungen und Mietpreisbremse im Fokus

Eine Liniengrafik, die das Verhältnis von Wohnpreisen zu Einkommen je Kopf in verschiedenen Metropolregionen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

CDU-Wirtschaftsrat fordert radikale Mietreformen – Sozialwohnungen und Mietpreisbremse im Fokus

Der Wirtschaftsrat der CDU hat eine Reihe umstrittene Wohnungsbaureformen vorgeschlagen. Zu den Plänen gehören die Abschaffung der Mietpreisbremse sowie die Einführung einer neuen Steuer für Mieter von Sozialwohnungen. Die Vorschläge sind in einem Positionspapier detailliert ausgearbeitet, das nun von der Mietrechtskommission der Regierung geprüft werden soll.

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Die Organisation argumentiert, dass die aktuellen Regelungen für geförderten Wohnraum veraltet und ungerecht seien. Als Beispiel führen sie an, dass ein Medizinstudent auch nach seiner Facharztausbildung noch in einer preiswerten Wohnung bleiben könne. Um dies zu ändern, fordert der Wirtschaftsrat eine "Fehlbelegungsabgabe" für Mieter, die die Einkommensgrenzen überschreiten.

Zudem setzen sie sich für die Aufhebung der Mietpreisbremse ein, um Vermietern mehr Spielraum bei der Preisgestaltung zu geben. Parallel dazu schlagen sie vor, die Obergrenze für jährliche Mieterhöhungen zu streichen. Um die Auswirkungen abzufedern, soll es höhere Sozialleistungen für Bedürftige geben.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Überprüfung des Modernisierungszuschlags, der es Vermietern derzeit ermöglicht, Sanierungskosten auf die Mieter umzulegen. Der Wirtschaftsrat hält eine Neuregelung für notwendig, um mehr Gerechtigkeit zu schaffen.

Ziel der Reformen ist eine grundlegende Umgestaltung des deutschen Mietmarkts, bei der die Wohnkosten stärker an die Einkommensverhältnisse geknüpft werden. Sollten die Pläne umgesetzt werden, würden langfristige Subventionen für Besserverdiener reduziert, während einkommensschwache Haushalte stärker finanziell unterstützt würden. Die Mietrechtskommission der Regierung wird die Vorschläge nun prüfen.

Quelle