Dermapharm kauft eigene Aktien zurück – doch die Nachfrage übertrifft alle Erwartungen
Michael TextorDermapharm kauft eigene Aktien zurück – doch die Nachfrage übertrifft alle Erwartungen
Dermapharm startet Aktienrückkaufprogramm zur Stabilisierung des Kurses
Der deutsche Pharmakonzern Dermapharm hat ein Aktienrückkaufprogramm gestartet, um den Kurs seiner Aktie zu stützen. Das Unternehmen bot 42 Euro pro Aktie – ein Aufschlag von 10 Prozent auf den jüngsten Börsenwert. Der Schritt folgt auf Jahre der Stagnation nach einem Pandemie-Höchststand von 90 Euro.
Geplant war der Rückkauf von bis zu 4,3 Millionen Aktien, was fast 8 Prozent des Grundkapitals entspricht. Die Aktionäre reagierten jedoch mit dem Angebot von rund 4,8 Millionen Papieren, sodass die Zuteilung anteilsmäßig angepasst werden muss.
Dermapharm ging 2018 an die Börse, wobei Gründer Wilhelm Beier knapp 80 Prozent der Anteile behielt. In den folgenden Jahren wuchs das Unternehmen durch strategische Übernahmen, darunter Strathmann (2018), Allergopharma (2020), Arkopharma und C3 (2022) sowie zuletzt Mucos im Jahr 2025. Zum Portfolio gehört zudem eine Beteiligung an Wellster Healthtech, an der auch Anton Hübner und Euromed beteiligt sind.
Doch es gibt Herausforderungen: Die Reimport-Tochter Axicorp kämpft mit Schwierigkeiten. Mit dem Rückkaufprogramm will Dermapharm gegen die jüngsten Rückschläge steuern und das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen.
Der Aktienrückkauf erfolgt nach einer dreijährigen Phase der Seitwärtsbewegung des Kurses, obwohl der Wert während der Pandemie zeitweise auf 90 Euro gestiegen war – getrieben durch die Abfüllung des COVID-19-Impfstoffs von BioNTech. Nun soll das Programm Stabilität schaffen und die Aktionäre beruhigen.






