Deutsche lehnen höhere Rentenalter deutlich ab – nur 29 Prozent dafür
Michael TextorDeutsche lehnen höhere Rentenalter deutlich ab – nur 29 Prozent dafür
Eine aktuelle Umfrage zeigt deutliche Ablehnung in Deutschland gegen eine Anhebung des Renteneintrittsalters. Nur 29 Prozent der Bevölkerung befürworten eine Erhöhung auf 67,5 Jahre. Die Mehrheit der Befragten lehnt den Vorschlag entschieden ab.
Insgesamt sprechen sich 62 Prozent der Deutschen gegen jede Erhöhung des Renteneintrittsalters aus. Besonders hoch ist die Ablehnung bei Erwerbstätigen – hier sind 68 Prozent gegen die geplante Änderung.
Die politischen Ansichten prägen die Meinungen zu diesem Thema deutlich. Unter den Anhängern der Parteien zeigen sich große Unterschiede: 77 Prozent der Wähler der Linken lehnen die Anhebung ab, bei der AfD liegt die Ablehnung sogar bei 84 Prozent. Demgegenüber unterstützen 55 Prozent der Grünen-Wähler und 58 Prozent der Union-Anhänger den Vorschlag. Bei den SPD-Sympathisanten ist das Meinungsbild gespalten – hier befürworten 37 Prozent die Erhöhung.
Auch regional gibt es Unterschiede: In Ostdeutschland lehnen 73 Prozent der Menschen eine Anhebung des Renteneintrittsalters ab.
Die Umfrage macht tiefe Gräben in der Rentenreformdebatte deutlich. Die Zustimmung variiert stark je nach politischer Ausrichtung und Region. Der Vorschlag stößt bundesweit auf erheblichen Widerstand.
