Deutsche Wirtschaft wächst 2026 – doch Lieferengpässe bleiben in Schlüsselbranchen
Wilhelm RoskothDeutsche Wirtschaft wächst 2026 – doch Lieferengpässe bleiben in Schlüsselbranchen
Die deutsche Wirtschaft zeigte zu Beginn des Jahres 2026 erste Anzeichen einer Erholung. Im ersten Quartal zog die Konjunktur an, getrieben von steigenden Inlandsausgaben und wachsenden Exporten. Dennoch kämpften einige Branchen weiterhin mit Materialengpässen, obwohl sich die Lieferbedingungen insgesamt verbessert hatten.
Laut offiziellen Zahlen stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres verzeichnete die Wirtschaft ein Wachstum von 0,5 Prozent. Treibende Kräfte des Aufschwungs waren der stärkere private und öffentliche Konsum sowie höhere Exportzahlen.
Materialknappheit belastete zwar weiterhin bestimmte Sektoren, doch die Lage entspannte sich für viele Unternehmen. Im Januar meldeten nur noch 5,8 Prozent der Firmen Lieferprobleme. Bis April hatten jedoch noch 13,8 Prozent der Industriebetriebe Schwierigkeiten, an Rohstoffe und Vorprodukte zu kommen.
Besonders hart traf es die chemische Industrie: 31,1 Prozent der Hersteller litten unter Engpässen. Auch die Gummi- und Kunststoffproduzenten waren stark betroffen – hier waren 22,9 Prozent der Unternehmen beeinträchtigt. In der Elektroindustrie berichteten 17,2 Prozent der Betriebe über ähnliche Probleme, in der Maschinenbaubranche 14,8 Prozent.
Das erste Quartal 2026 brachte Deutschland ein moderates Wirtschaftswachstum. Zwar ließen die Lieferkettenprobleme für die meisten Unternehmen nach, doch Schlüsselsektoren wie Chemie und Kunststoffe hatten weiterhin mit Versorgungsengpässen zu kämpfen. Der Anstieg von Konsum und Exporten deutet auf eine allmähliche, aber ungleichmäßige Erholung der Gesamtwirtschaft hin.






