Deutschland lockert Einstellung ausländischer Apotheker gegen Fachkräftemangel
Lia JunitzDeutschland lockert Einstellung ausländischer Apotheker gegen Fachkräftemangel
Deutschland geht gegen den wachsenden Mangel an Apothekern vor, indem es die Einstellung ausländischer Fachkräfte erleichtert. Ein vom Bundestag beschlossenes neues Gesetz soll es qualifizierten Apothekern aus Ländern außerhalb der EU ermöglichen, leichter in deutschen Apotheken zu arbeiten. Branchenvertreter begrüßen die Reform als dringend notwendig, um in den kommenden Jahren tausende erwartete Stellenbesetzungen zu sichern.
Der Bundestag verabschiedete das Gesetz, um die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse zu beschleunigen. Künftig entfällt für Apotheker aus Drittstaaten das langwierige papierbasierte Gleichwertigkeitsverfahren. Stattdessen wird eine direkte Kompetenzprüfung durchgeführt, um ihre Fähigkeiten zu bestätigen.
Die Bundesapothekerkammer (BAK) unterstützt die Neuregelung und warnt, dass in naher Zukunft tausende Apotheker fehlen werden. BAK-Präsident Dr. Armin Hoffmann betonte die Dringlichkeit, die Fachkräftelücke im Sektor zu schließen. Das Gesetz sieht zudem Anpassungen der Approbationsordnung für Apotheker vor, um sie an das Apothekenversorgungsstärkungsgesetz anzupassen.
Bevor das Gesetz am 1. November 2026 in Kraft tritt, muss es noch den Bundesrat passieren. Dieser letzte Schritt könnte bereits im Mai erfolgen und würde den Weg für eine schnellere Integration internationaler Apotheker in den deutschen Arbeitsmarkt ebnen.
Die Änderungen beseitigen bürokratische Hürden, die ausländische Apotheker bisher am Einstieg in den deutschen Markt hinderten. Sobald das Gesetz gilt, soll es sicherstellen, dass Apotheken ausreichend Personal vorhalten können. Die Maßnahme kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich das Land auf einen erheblichen Fachkräftemangel in der Pharmabranche in den nächsten Jahren vorbereitet.






