Deutschland will Grand Départ der Tour de France 2029 nach Berlin holen
Michael TextorDeutschland will Grand Départ der Tour de France 2029 nach Berlin holen
Deutschland drängt darauf, den Grand Départ der Tour de France bereits 2029 auszurichten – ein Jahr früher als ursprünglich geplant. Die Veranstaltung könnte der Wirtschaft einen Schub von 150 Millionen Euro bringen, wobei Berlin als Startort vorgesehen ist. Die Organisatoren suchen nun nach öffentlichen und privaten Finanzierungsquellen, um den Zuschlag zu sichern.
Die geplante Strecke soll in Berlin beginnen und damit an den 30. Jahrestag des Mauerfalls 1989 erinnern. Von dort aus würden die Etappen durch Mitteldeutschland führen und eine Mischung aus städtischen und landschaftlichen Highlights bieten. Bei einer Genehmigung würde das Rennen voraussichtlich mit einem Prolog in der Hauptstadt eröffnet.
Die Finanzierung bleibt ein zentrales Thema: Laut Thomas Hofmann, Präsident des Sächsischen Radsportverbands, sollen etwa ein Drittel der Kosten durch private Sponsoren gedeckt werden. Das Land Sachsen-Anhalt hat bereits finanzielle Unterstützung zugesagt, während der Berliner Senat den Antrag prüft. Der Großteil der Ausgaben entfällt auf Lizenzgebühren für den Rennenveranstalter Amaury Sport Organisation (ASO).
Andreas Prokop vom Verein "Grand Départ Deutschland" betont, dass sich die Investition lohnen werde: Jeder ausgegebene Euro bringe mehr als das Zehnfache an wirtschaftlichem Nutzen.
Der Grand Départ 2029 könnte Deutschland als wichtiges Radsportereignis etablieren und gleichzeitig an ein historisches Jubiläum erinnern. Gelingt der Zuschlag, wird die Veranstaltung auf eine Mischung aus öffentlichen Mitteln und Sponsorengeldern angewiesen sein. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Landesregierungen und der ASO.






