Ehepaar soll 1,9 Millionen Euro aus Kemptener Parkuhrautomaten gestohlen haben
Ella WeihmannEhepaar soll 1,9 Millionen Euro aus Kemptener Parkuhrautomaten gestohlen haben
In Kempten läuft derzeit ein Prozess gegen einen 40-jährigen städtischen Mitarbeiter und seine 38-jährige Ehefrau. Das Ehepaar wird beschuldigt, innerhalb von fünf Jahren fast 1,9 Millionen Euro aus kommunalen Parkuhrautomaten veruntreut zu haben. Erst als eine Bank im November 2025 verdächtige Transaktionen meldete, flog der Betrug auf.
Der Mann war als Stadtangestellter für die Wartung der Parkuhrautomaten zuständig. Über ein Jahrzehnt hinweg entwendete er systematisch Bargeld aus den Geräten. Seine Frau soll ihm dabei geholfen haben, indem sie das Geld auf Konten einzahlte oder in Geschenkgutscheine umwandelte.
Die Diebstähle blieben von November 2020 bis November 2025 unentdeckt. Erst nach der Meldung der Bank über ungewöhnliche Kontenbewegungen schritten die Behörden ein. Beide Angeklagten sitzen seit ihrer Festnahme in Untersuchungshaft.
Nach Aufdeckung des Falls tauschte die Stadt alle Schlösser der Parkuhrautomaten aus und vergab die Wartung an ein externes Unternehmen. Die Staatsanwaltschaft fordert nun die vollständige Einziehung der gestohlenen Gelder. Allerdings sind einige der Taten bereits verjährt, was die Ermittlungen erschwert.
Der Prozess dauert noch an, während die Staatsanwaltschaft versucht, das veruntreute Geld zurückzuholen. Die Stadt hat bereits Vorsorgemaßnahmen getroffen, um weitere Diebstähle zu verhindern, indem sie die Sicherheitsvorkehrungen verschärfte. Das Urteil wird zeigen, ob das Paar die vollen finanziellen und rechtlichen Konsequenzen für sein Handeln tragen muss.






