Elektroautos: Sicherer, aber weiterhin anfällig für Cyberangriffe
Elektroautos werden zwar sicherer, bleiben aber anfällig für Cyberangriffe, warnt ein neuer Bericht. Zwar gab es in den letzten fünf Jahren keine erfolgreichen Hackerangriffe über Sicherheitslücken in Schnittstellen (APIs), doch Experten verweisen auf weiterhin bestehende Risiken. Diese Bedrohungen bestehen trotz erheblicher Fortschritte bei der Fahrzeugsicherheit und IT-Sicherheit in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten.
In den letzten 15 Jahren hat sich die IT-Sicherheit vernetzter Fahrzeuge deutlich verbessert. Klare Standards und Vorschriften regeln nun, wie Hersteller ihre Modelle vor digitalen Angriffen schützen. Vernetzte Funktionen wie Fahrerassistenzsysteme haben zudem die Verkehrssicherheit erhöht, indem sie Unfälle reduzieren.
Trotz dieser Fortschritte bleiben Schwachstellen bestehen. Schwache Authentifizierungsmechanismen in einigen APIs oder der alleinige Zugriff über die Fahrzeug-Identifikationsnummer können Elektroautos angreifbar machen. Hacker könnten solche Lücken ausnutzen, um etwa die Heizung tausender Fahrzeuge aus der Ferne auf Höchstleistung zu schalten und so deren Akkus komplett zu entladen. Im Extremfall könnten Cyberkriminelle sogar ganze Baureihen lahmlegen, indem sie in die IT-Systeme der Autos eindringen.
Die Sicherheitscommunity arbeitet intensiv daran, diese Risiken einzudämmen. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Hersteller werden Schwachstellen erkannt und behoben, bevor sie ausgenutzt werden können. Dennoch bestätigt der Bericht, dass solche Angriffe trotz gestärkter Abwehrmechanismen weiterhin möglich sind.
Das Risiko von Unfällen ist stärker gesunken, als das Risiko von Cyberangriffen gestiegen ist. Zwischen 2021 und 2026 gab es keine dokumentierten Fälle erfolgreicher Hackerangriffe auf Elektroautos über API-Schwachstellen. Doch da vernetzte Fahrzeuge immer komplexer werden, sind anhaltende Wachsamkeit und Zusammenarbeit entscheidend, um ihre Sicherheit langfristig zu gewährleisten.






