24 March 2026, 08:21

Evonik erhöht Methionin-Preise um 10 Prozent – Aktie steigt nach Strategiewechsel

Tortendiagramm, das die globale Kunststoffmarktverteilung nach Branchen im Jahr 2017 zeigt, mit Abschnitten, die nach Wachstumsprozenten bemessen sind, und begleitendem Text.

Evonik erhöht Methionin-Preise um 10 Prozent – Aktie steigt nach Strategiewechsel

Evonik erhöht Methionin-Preise weltweit um 10 Prozent

Evonik hat die Preise für sein Methionin-Produkt MetAMINO® um 10 Prozent angehoben – ein Schritt, der die jahrelange Phase sinkender Kosten beendet. Der Preisanstieg folgt auf ein Angebotsdefizit, das durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten ausgelöst wurde und die Nachfrage nach dem Futtermittelzusatz in die Höhe getrieben hat. Gleichzeitig stieg der Aktienkurs des Konzerns, nachdem Anleger die jüngsten finanziellen Strategien des Unternehmens positiv aufgenommen hatten.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs veröffentlichte kürzlich eine Mitteilung über Stimmrechte, was auf ein starkes Interesse institutioneller Aktionäre hindeutet. Die Chemiesparte kündigte zudem eine neue Dividendenpolitik an und bestätigte ihre Gewinnprognose für das Jahr 2026.

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Die Preiserhöhung betrifft MetAMINO®, Evoniks markenrechtlich geschütztes Methionin, das in der Tierernährung eingesetzt wird. Der Mangel an dieser essenziellen Aminosäure, verursacht durch regionale Konflikte, hat die Lieferketten weiter angespannt. Dank stabiler Energiepreise rechnet das Unternehmen nun mit verbesserten EBITDA-Margen im Bereich Tierfutter.

Die finanziellen Updates kommen vor dem Quartalsbericht für das erste Quartal, der am 8. Mai 2026 erwartet wird. Darin wird detailliert dargelegt, wie sich die Methionin-Preissteigerung auf die Gewinne auswirkt, und es werden Fortschritte bei der Schließung der Lücke bei der Kapitalrendite (ROCE) aufgezeigt. 2025 lag diese bei 6,1 Prozent – deutlich unter dem mittelfristigen Ziel von 11 Prozent.

Für das Jahr 2025 erhalten Aktionäre eine Dividende von 1,00 Euro pro Aktie. Ab 2026 wird Evonik eine neue Ausschüttungsquote von 40 bis 60 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses einführen. Zudem hält das Unternehmen an seiner EBITDA-Prognose für 2026 in Höhe von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro fest.

Über die Tierernährung hinaus hat Evonik kürzlich eine PFAS-freie Anti-Graffiti-Lösung auf den Markt gebracht. Das Produkt entspricht den verschärften Umweltvorschriften in Europa und Nordamerika und erweitert das Portfolio an Spezialchemikalien des Konzerns.

Die 10-prozentige Preiserhöhung für Methionin sowie die stabilen Energieausgaben dürften die Erträge im Tierfuttersegment stärken. Angesichts des wachsenden institutionellen Interesses und der klaren Dividendenstrategie wird der nächste Finanzbericht weitere Einblicke in die Performance des Unternehmens liefern. Die neue PFAS-freie Lösung positioniert Evonik zudem optimal, um den sich wandelnden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.

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