FDP-Politikerin nennt SPD-Fraktionschef "russischen Schlafagenten" – und löst Eklat aus
Michael TextorFDP-Politikerin nennt SPD-Fraktionschef "russischen Schlafagenten" – und löst Eklat aus
Ein heftiger politischer Streit ist entbrannt, nachdem die FDP-Abgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann ihren SPD-Kollegen Rolf Mützenich als „russischen Schlafagenten“ bezeichnet hatte. Der Konflikt begann, als Mützenich zu Abrüstungsgesprächen mit Moskau aufrief und damit scharfe Kritik aus dem gesamten politischen Spektrum auslöste.
Ausgelöst wurde die Auseinandersetzung, als Rolf Mützenich den Abzug US-amerikanischer Truppen aus Europa begrüßte und Verhandlungen mit Russland forderte. Konkret plädierte er für Gespräche über die Entfernung russischer atomwaffenfähiger Raketen aus Belarus und Kaliningrad. Sein Vorstoß stieß jedoch auf sofortige Ablehnung.
Marie-Agnes Strack-Zimmermann verurteilte Mützenichs Haltung als „bequem für russische Kriegsverbrecher“. Sie ging noch weiter und nannte ihn einen „russischen Schlafagenten“, dem sie vorwarf, seit langem die deutsche Sicherheitspolitik untergraben zu haben. Ihre Äußerungen zogen umgehend scharfe Verurteilungen von hochrangigen Politikern nach sich.
Armin Laschet (CDU) bezeichnete ihre Kommentare als „in ihrer Niedertracht beispiellos“ und forderte sie auf, diese zurückzunehmen. Auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schloss sich der Kritik an und nannte ihren Angriff auf Mützenich inakzeptabel. Strack-Zimmermann jedoch blieb unbeeindruckt. Sie wies Laschets Appell zurück und warf ihm vor, eine echte Debatte über Sicherheitsthemen zu umgehen.
Der Wortwechsel hat die Gräben in der deutschen Russlandpolitik weiter vertieft. Während Mützenichs Forderung nach Dialog umstritten bleibt, haben Strack-Zimmermanns Vorwürfe die politischen Spannungen verschärft. Der Streit droht nun, die breitere Diskussion über Außen- und Sicherheitspolitik zu überschatten.






