Fracking in Deutschland: Chance für Energiesicherheit oder teure Illusion?
Michael TextorFracking in Deutschland: Chance für Energiesicherheit oder teure Illusion?
Deutschland verfügt über beträchtliche Schiefergasvorkommen, die die heimische Erdgasversorgung stärken könnten. Durch Fracking ließen sich bis 2025 voraussichtlich 6 bis 12 Prozent des deutschen Gasbedarfs decken. Ohne staatliche Förderung bleibt die wirtschaftliche Zukunft der Technologie jedoch ungewiss.
Hydraulic Fracturing könnte die langfristige Energiesicherheit Deutschlands verbessern. Bis 2025 könnte die jährliche Förderung durch Fracking auf 5 bis 10 Milliarden Kubikmeter steigen. Derzeit deckt die inländische Gasproduktion lediglich 4,2 Prozent des nationalen Bedarfs.
Der Aufbau einer wettbewerbsfähigen Fracking-Industrie würde Jahre in Anspruch nehmen und Hunderte von Bohrungen erfordern. Erkundungsbohrungen zur Kosten- und Umweltverträglichkeitsprüfung sind derzeit durch das deutsche Fracking-Verbot blockiert. Eine Aufhebung des Verbots würde genauere Datenerhebungen ermöglichen.
Bei Einhaltung strenger Auflagen gelten die Umweltrisiken als gering. Selbst dann könnte Fracking jedoch weder akute Gasengpässe beheben noch die Preise spürbar senken. Die Zukunft des Frackings in Deutschland hängt von der Aufhebung des aktuellen Verbots und erheblichen Investitionen ab. Ohne Subventionen ist die wirtschaftliche Tragfähigkeit fraglich. Die Technologie könnte zwar zur Gasversorgung beitragen, würde aber keine schnelle Lösung für die aktuellen Energieherausforderungen bieten.






