Radfahren zur Schule - ein weiterer 'Bici-Bus' für Frankfurt - Frankfurts "Bici-Bus" bringt Kinder sicher mit dem Fahrrad zur Schule
Frankfurt führt "Bici-Bus" ein: Sicheres Radeln zur Schule in der Gruppe
Frankfurt hat ein neues Konzept eingeführt, mit dem Kinder sicher mit dem Fahrrad zur Schule kommen: der Bici-Bus. Bei dieser Initiative begleiten Erwachsene junge Radfahrer in organisierten Gruppen durch die Stadt. Die Idee, die ursprünglich aus Barcelona stammt, verbreitet sich nun mit Unterstützung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in ganz Deutschland.
Der Bici-Bus funktioniert wie eine fahrende Kolonne: Die Erwachsenen radeln außen und schützen so die Kinder, die in der Mitte fahren. Ein Mindestalter gibt es nicht – sogar Geschwister im Vorschulalter können mitmachen. Das stärkt nicht nur die Verkehrskompetenz der Kinder, sondern fördert auch den Zusammenhalt unter den Familien.
Aktuell gibt es in Frankfurt drei Fahrradbus-Routen, eine vierte im Stadtteil Bornheim ist in Planung. Ziel der Initiative ist es, Kindern frühzeitig Verkehrsbewusstsein und motorische Fähigkeiten zu vermitteln – lange bevor sie das von Schulen oft erst ab der vierten Klasse empfohlene Fahrradsicherheitsabzeichen erwerben.
Das Projekt löst zudem ein größeres Problem: In Frankfurt fehlen sichere Übungsflächen für Kinder, um Radfahren zu lernen. Die Fahrradbusse bieten eine praktische Lösung, indem sie den Kindern ermöglichen, auf echten Straßen Selbstvertrauen aufzubauen. Bereits im vergangenen Jahr begleiteten ähnliche Gruppen in anderen Teilen Hessens Kinder zur Schule, und viele planen, im Frühjahr wieder zu starten.
Der Bici-Bus ermöglicht es jüngeren Kindern, ohne Auto zur Schule zu radeln. Durch die Vermittlung von Verkehrskompetenz und die Förderung des Gemeinschaftsgefühls regt die Initiative dazu an, schon früh mit dem Radfahren zu beginnen. Die wachsende Zahl der Routen in Frankfurt deutet auf ein steigendes Interesse hin, Schulwege sicherer und aktiver zu gestalten.






