Frederik Rønnows emotionale Achterbahn zwischen Nationalmannschaft und Union Berlin
Lia JunitzFrederik Rønnows emotionale Achterbahn zwischen Nationalmannschaft und Union Berlin
Frederik Rønnow hat in den letzten Monaten eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchlebt – sowohl auf Vereinsebene als auch in der Nationalmannschaft. Der dänische Torhüter kehrte Ende 2024 nach einem kurzen Rücktritt in die Auswahl zurück, erlebte dann aber im WM-Playoff-Finale eine herbe Enttäuschung. Bei seinem Klub, dem 1. FC Union Berlin, zeigen sich derweil gemischte Leistungen, doch Rønnow bleibt dem Team treu verbunden.
Ursprünglich hatte Rønnow Ende 2023 seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Doch als Dänemarks neuer Trainer ihn für die WM-Playoffs 2026 nominierte, gab er ein Comeback. Seine Erfahrung machte ihn zum einzigen etablierten Torwart im Kader, und er entwickelte sich zu einer Schlüsselfigur im Team. Doch der Weg endete enttäuschend: Dänemark unterlag im Elfmeterschießen gegen Tschechien.
Beim 1. FC Union Berlin ist Rønnow seit 2021 eine feste Größe. Im vergangenen Sommer verlängerte er seinen Vertrag und bekräftigte damit sein langfristiges Engagement für den Verein. Dennoch hat seine Form zuletzt nachgelassen – in seinen letzten zwölf Spielen stand er nur zweimal als Sieger auf dem Platz. Die Mannschaft, die einst mit zweistelligem Vorsprung über den Relegationsplätzen stand, führt nun nur noch sieben Punkte vor dem FC St. Pauli auf dem Relegationsrang.
Der Torwart betont, dass die Niederlage mit der Nationalmannschaft seine Leistungen im Verein nicht beeinträchtigen werde. Er fühle sich bei Union Berlin wohl und habe keine Wechselabsichten, auch wenn er einräumt, dass seine Karriere möglicherweise in Berlin enden könnte. Gleichzeitig lässt Rønnow die Tür für künftige Einsätze in der dänischen Auswahl offen – ein Hinweis darauf, dass sein internationales Kapitel noch nicht endgültig geschlossen sein könnte.
Union Berlin verlässt sich nach wie vor auf Rønnows Führung zwischen den Pfosten, auch wenn seine Form schwankt. Seine Zukunft in der Nationalmannschaft bleibt ungewiss, doch sein Fokus liegt darauf, den Klub in der Bundesliga zu halten. Vorerst halten ihn seine Erfahrung und Treue fest in Berlin.






