Fünf Kommunen planen gemeinsam barrierefreie Zukunft für Senioren
Vertreter aus fünf Kommunen trafen sich kürzlich, um über die Bedürfnisse älterer Bürgerinnen und Bürger zu beraten. Im Mittelpunkt der Gespräche standen gemeinsame Herausforderungen bei der Förderung eines selbstständigen Lebens und der Verbesserung der Barrierefreiheit. Delegationen aus Radevormwald, Mettmann, Haan, Remscheid und Solingen berichteten über lokale Initiativen für Senioren.
Die Diskussionen konzentrierten sich auf zentrale Themen wie Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und den Bedarf an flexiblen Zahlungsmöglichkeiten – sowohl digital als auch traditionell. Die Teilnehmer erörterten zudem Wege, um Unterstützungsnetzwerke zu stärken und die Eigenständigkeit älterer Menschen zu fördern. Besonders hervorgehoben wurde die Rolle der Seniorenbeiräte als wichtige Schnittstelle zwischen Kommunalverwaltungen und Bürgern.
Als vorbildlich wurde Malsch in Baden-Württemberg mit seinen laufenden Projekten genannt. Seit 2017 bietet der örtliche Seniorenbeirat eine Smartphone-Beratungsstelle und regelmäßige E-Bike-Trainings an, um digitale und mobile Kompetenzen zu stärken. Die Gemeinde veranstaltet zudem interaktive Gesundheitskurse im Rahmen des Bundesprojekts "gesund und digital vor Ort", das gemeinsam mit Senioren und lokalen Partnern an vier Standorten entwickelt wurde.
Die Bergische Runde vereinbarte, den Austausch von Ideen und die Abstimmung der Seniorenpolitik weiter voranzutreiben. Jürgen Axel Seeh wird den nächsten Bergischen Seniorentag organisieren, der im April 2028 in Wuppertal unter dem Motto "Prävention" stattfinden soll. Das nächste Treffen der Gruppe ist für den 21. Mai 2026 geplant.
Radevormwald kündigte zudem eine umfassende Befragung von rund 3.000 älteren Menschen an, um deren Bedürfnisse besser zu verstehen und zukünftige Maßnahmen darauf auszurichten.
Die Konferenz unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Kommunen, um den Herausforderungen einer alternden Bevölkerung zu begegnen. Konkrete Schritte wie die Digitalkurse in Malsch oder die Umfrage in Radevormwald zielen darauf ab, den Alltag älterer Menschen zu verbessern. Die weitere Abstimmung erfolgt beim nächsten Treffen der Bergischen Runde im Jahr 2026.






