Fünfzehn Migrantinnen starten Qualifizierung für pädagogische Berufe in Deutschland
Lia JunitzFünfzehn Migrantinnen starten Qualifizierung für pädagogische Berufe in Deutschland
Fünfzehn Migrantinnen aus sechs Ländern starten berufsvorbereitendes Programm in Deutschland
Fünfzehn zugewanderte Frauen aus sechs verschiedenen Ländern haben in Deutschland ein elfmonatiges Qualifizierungsprogramm begonnen. Die Initiative soll sie auf eine Karriere im Bildungsbereich vorbereiten und damit dem wachsenden Fachkräftemangel in diesem Sektor entgegenwirken. Finanziert wird das Projekt durch regionale Fördermittel und EU-Programme; es umfasst Sprachkurse, Praxiserfahrung und individuelle Betreuung.
Die Teilnehmerinnen stammen aus Kasachstan, Afghanistan, der Ukraine, Moldau, der Türkei und Syrien. Sie nehmen am Projekt "Perspektive Pädagogik" teil, das von der ZAUG gGmbH und dem lokalen Integrationsamt durchgeführt wird. Ihr erstes Ziel ist das Erreichen des Sprachniveaus C1 in Deutsch – eine Voraussetzung für weitere Ausbildungen zur Erzieherin oder für ein pädagogisches Studium.
Das Programm verbindet theoretischen Unterricht mit praktischen Erfahrungen. Die Frauen absolvieren Hospitationen und Praktika in Ganztagsgrundschulen und Kitas. Neben den Sprachkursen erhalten sie Coachings, Bewerbungstrainings und fachspezifischen Pädagogikunterricht.
Frühere Durchgänge des gleichen Projekts zeigen bereits Erfolge: Viele ehemalige Teilnehmerinnen arbeiten oder bilden sich mittlerweile in Kitas der Region weiter. Die Verantwortlichen hoffen, dass auch die aktuelle Gruppe ähnliche Wege in eine gesicherte Beschäftigung einschlagen wird.
Die Finanzierung erfolgt über das hessische Programm "Impulse der Arbeitsmarktpolitik" sowie durch Mittel der Europäischen Union. Das Vorhaben zielt darauf ab, sowohl den Bedarf des Arbeitsmarktes zu decken als auch den Berufswunsch von Zugewanderten im Bildungsbereich zu unterstützen.
In den kommenden elf Monaten werden die Frauen ihre Sprachkenntnisse vertiefen und praktische Erfahrungen sammeln. Bei erfolgreichem Abschluss könnte sich eine formale Erzieherausbildung oder ein Hochschulstudium anschließen. Angesichts des steigenden Bedarfs an pädagogischem Personal bietet das Programm qualifizierten Bewerberinnen einen direkten Einstieg in den Arbeitsmarkt.






