02 April 2026, 00:24

Habeck drängt auf Gas-Reformen: LNG-Terminals und Nord-Stream-2 in der Diskussion

Eine Liniengrafik, die die CO2-Emissionen in Deutschland im Zeitverlauf zeigt und von begleitendem Text mit zusätzlichen Datenkontexten umgeben ist.

Habeck drängt auf Gas-Reformen: LNG-Terminals und Nord-Stream-2 in der Diskussion

Wirtschaftsminister Habeck fordert dringende Reformen der deutschen Gaspolitik

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat zu raschen Änderungen in der deutschen Gasstrategie aufgerufen. Seine Vorschläge kommen vor dem Hintergrund wachsender Sorgen um die Energiesicherheit und die möglichen Folgen einer russischen Invasion in der Ukraine. Habeck betont, dass neue regulatorische Rahmenbedingungen nötig seien, um auf aktuelle Entwicklungen und politische Verantwortlichkeiten zu reagieren.

Der Minister wies auf gravierende Lücken in der aktuellen Gasversorgungssicherheit Deutschlands hin. Er kritisierte, dass Bund und öffentliche Stellen kaum Instrumente hätten, um eine stabile Energieversorgung zu gewährleisten. Da es aufgrund geringer Marktnachfrage bisher keine Investitionen in LNG-Infrastruktur gegeben habe, schlägt er nun den Bau inländischer LNG-Terminals vor, um die Versorgungsketten während der Übergangsphase zu stärken.

Bis Anfang 2026 sind in Deutschland fünf LNG-Terminals entweder im Bau oder in Planung. Dazu gehört ein Landterminal in Stade, das bis 2029 fertiggestellt werden soll, sowie eine schwimmende Lager- und Regasifizierungseinheit (FSRU), deren Inbetriebnahme für das zweite Quartal 2026 vorgesehen ist. Auch Brunsbüttel plant den Umbau zu einer landgestützten Anlage, während bestehende Standorte wie Wilhelmshaven, Mukran und Lubmin Teil umfassender Ausbauvorhaben sind – insgesamt befinden sich bis zu 13 Terminals in verschiedenen Entwicklungsstadien.

Zur Pipeline Nord Stream 2 äußerte Habeck, man müsse deren Zulassung im Falle eines russischen Angriffs auf die Ukraine neu bewerten. Er unterstrich, dass Sanktionen verhängt würden, ohne Optionen auszuschließen. Trotz dieser Warnungen bekräftigte er die Hoffnung, dass diplomatische Bemühungen eine Eskalation noch abwenden könnten.

Langfristig setzt sich Habeck für Lösungen ein, um die Abhängigkeit Deutschlands von Gas zu verringern. Er regte an, Alternativen wie die Wasserstoffproduktion zu erforschen, um die Energiequellen des Landes zu diversifizieren.

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Die Vorschläge des Ministers zielen darauf ab, akute Sicherheitsrisiken zu entschärfen und gleichzeitig den Weg aus der Gasabhängigkeit vorzubereiten. Mit mehreren laufenden LNG-Projekten baut Deutschland seine Energieinfrastruktur aus. Die mögliche Neubewertung von Nord Stream 2 bleibt indes an die Entwicklungen in der Ukraine geknüpft.

AKTUALISIERUNG

Germany's LNG Terminal Progress: Two Operational by Year-End 2022

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck confirmed in June 2022 that two of four planned floating LNG terminals would be operational by year-end. One terminal arrived in Brunsbüttel, another in Wilhelmshaven, with the remaining two expected in May 2022. This rapid deployment reflects his February 2022 call for emergency infrastructure to replace Russian gas supplies.