Halle reißt zwei Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz bis 2029 ab – für ein Millionenprojekt
Michael TextorHalle reißt zwei Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz bis 2029 ab – für ein Millionenprojekt
Halle hat Pläne bekannt gegeben, die beiden Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz bis 2029 abzureißen. Die Entscheidung fällt, nachdem ihre Nutzungsdauer abgelaufen ist und ihre Tragfähigkeit nachgelassen hat. Der Schritt steht zudem im Zusammenhang mit dem Bau eines großen neuen Projekts in der Stadt.
Der Abriss ist notwendig für das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation, ein Millionenprojekt. Die Spannbetonkonstruktionen der Brücken haben sich verschlechtert, sodass sie für eine weitere Nutzung nicht mehr sicher sind.
Der Einsturz der Carola-Brücke in Dresden im vergangenen Jahr veranlasste Halle, die Überprüfungen der eigenen Bauwerke zu beschleunigen. Die Stadt überwacht seitdem ihre Spannbetonbrücken besonders genau, darunter auch die Brücke am Franckeplatz, die weiterhin auf mögliche Sprödbrüche hin beobachtet wird. René Rebenstorf, Leiter der Stadtentwicklung, bestätigte, dass sich die Franckeplatz-Brücke derzeit in einem besseren Zustand befindet und keine akute Gefahr darstellt.
Die Stadt betont, dass sie die Achse, die wichtige Stadtteile verbindet, nicht aufgeben werde. Stattdessen sollen die Riebeckplatz-Brücken bei Bedarf durch Neubauten ersetzt werden. Auch für die Franckeplatz-Trasse wird eine langfristige Lösung erarbeitet.
Durch den Abriss entsteht Platz für das neue Zukunftszentrum. Die Stadt wird ihre Brücken weiterhin auf Oberflächenrisse überwachen, da innere Schäden an Spannbeton oft nicht sichtbar sind. Inspektionen und künftige Erneuerungen sollen die Sicherheit der Halleschen Infrastruktur gewährleisten.
