19 March 2026, 18:20

Hansa PowerBridge: Stromautobahn zwischen Schweden und Deutschland rückt näher

Stromleitung mit Strommasten und Kabeln, die neben einer Straße verlaufen, ein Gewässer, Bäume, Gebäude und einen klaren blauen Himmel.

MV plant Pläne für Stromleitung nach Schweden wieder auf - Hansa PowerBridge: Stromautobahn zwischen Schweden und Deutschland rückt näher

Mecklenburg-Vorpommern drängt auf die Wiederbelebung eines ins Stocken geratenen Energieprojekts, das Schweden und Deutschland verbinden soll. Die Hansa PowerBridge, eine Unterwasser-Stromleitung, könnte bald vorankommen, nachdem Schweden seine ursprüngliche Ablehnung zurückgenommen hat. Das Vorhaben zielt darauf ab, den grenzüberschreitenden Energieaustausch und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stärken.

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Die Hansa PowerBridge ist als Hochspannungs-Gleichstromkabel konzipiert, das entlang des Ostseebodens verlaufen soll. Es würde Südschweden mit der Region um Güstrow in Norddeutschland verbinden. Die Leitung hat einen doppelten Nutzen: Schweden könnte bei hoher Nachfrage Strom nach Deutschland liefern, während überschüssige Windenergie aus Norddeutschland in Spitzenzeiten nach Südschweden fließen könnte.

Anfang 2024 hatte Schweden das Projekt zunächst aus Sorge um die nationale Sicherheit und wegen Bedenken bei ausländischem Besitz blockiert. Doch bis März 2026 genehmigte die Regierung einen überarbeiteten Vorschlag, der strengere schwedische Kontrollen vorsieht. Der Kurswechsel erfolgte, nachdem Beamte das Potenzial des Projekts erkannten, die Energiesicherheit zu verbessern und die Beziehungen zu Deutschland zu vertiefen.

Nun hat der Landtag in Schwerin die Bundesregierung und die EU aufgefordert, die Initiative neu zu prüfen. Die Abgeordneten drängten Berlin zudem, Gespräche mit Schweden und Norwegen aufzunehmen, um die Pläne voranzutreiben.

Das wiederbelebte Projekt könnte bald in eine neue Verhandlungsphase eintreten. Bei Erfolg würde die Hansa PowerBridge einen direkten Energieaustausch zwischen beiden Ländern ermöglichen. Die Fertigstellung des Kabels wäre ein bedeutender Schritt für die regionale Energiezusammenarbeit.

Quelle