09 May 2026, 10:21

Hautkrebsfälle in Deutschland verdoppeln sich innerhalb eines Jahrzehnts

Plakat, das für Operationen, Röntgenstrahlen und Radium als sichere Waffen gegen Krebs wirbt.

Hautkrebsfälle in Deutschland verdoppeln sich innerhalb eines Jahrzehnts

Hautkrebsfälle in Deutschland steigen seit Jahren stark an

In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Hautkrebsfälle in Deutschland dramatisch erhöht. Im Jahr 2023 wurden in Krankenhäusern über 100.000 Patientinnen und Patienten behandelt – 2013 waren es noch weniger als 42.000. Expertinnen und Experten führen den Anstieg auf eine höhere UV-Belastung zurück, die unter anderem durch den Klimawandel und veränderte Verhaltensweisen in der Sonne begünstigt wird.

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Sonnenlicht enthält schädliche UV-Strahlung, die die Haut schädigt und das Krebsrisiko erhöht. UVA-Strahlen dringen an klaren Tagen fast ungehindert bis zur Erdoberfläche durch, während UVC-Strahlen vollständig von der Ozonschicht abgeblockt werden. UVB-Strahlen werden zwar teilweise absorbiert, können aber dennoch Sonnenbrand und langfristige Schäden verursachen.

Um das Risiko zu verringern, empfehlen Dermatologinnen und Dermatologen drei zentrale Maßnahmen: die Mittagssonne meiden, schützende Kleidung tragen und Sonnencreme verwenden. Sonnenschutzmittel nutzen chemische oder mineralische Filter, um UV-Strahlen abzuwehren. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel länger die Haut der Sonne ausgesetzt sein kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen – im Vergleich zu ungeschützter Haut.

Doch die richtige Anwendung ist entscheidend. Für einen vollständigen Schutz werden zwei Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter Haut benötigt. Der europäische Kosmetikverband (COLIPA) hat zudem das „UVA-Siegel“ eingeführt, das Produkte mit besonders wirksamem UVA-Schutz kennzeichnet. Allerdings stehen einige UV-Filter wie Benzophenon laut der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) im Verdacht, „möglicherweise krebserregend“ zu sein.

Der deutliche Anstieg der Hautkrebsfälle spiegelt die zunehmende UV-Belastung und unzureichende Schutzmaßnahmen wider. Angesichts steigender Strahlenwerte durch den Klimawandel bleibt es entscheidend, die Ratschläge von Expertinnen und Experten zu beachten. Durch den richtigen Umgang mit Sonnencreme und weitere Schutzvorkehrungen lässt sich das Risiko für dauerhafte Hautschäden verringern.

Quelle