Hitlers gepanzerter Mercedes 770 bleibt unverkauft – trotz sieben Millionen Dollar
Michael TextorHitlers gepanzerter Mercedes 770 bleibt unverkauft – trotz sieben Millionen Dollar
Ein seltener Mercedes-Benz 770, der einst Adolf Hitler gehörte, ist unter den Hammer gekommen. Das historische Fahrzeug, auch als "Großer Mercedes" bekannt, wurde während des Zweiten Weltkriegs bei prominenten Paraden eingesetzt. Die Auktionatoren hatten mit Geboten zwischen sieben und neun Millionen US-Dollar gerechnet.
Der Wagen war nach Hitlers genauen Vorgaben maßgefertigt worden. Zu den Besonderheiten zählten eine verstärkte Windschutzscheibe, gepanzerte Seitenverkleidungen und ein leistungsstarker 7,7-Liter-Reihenkraftmotor mit acht Zylindern und 230 PS. Trotz dieser Leistung war das Fahrzeug bei öffentlichen Auftritten auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h (50 mph) begrenzt.
Zwischen 1939 und 1943 nutzte Hitler den offenen Tourenwagen regelmäßig für Paraden. 1940 fuhr er damit durch München – an seiner Seite der italienische Diktator Benito Mussolini. Später in jenem Jahr, am 6. Juli, führte das Auto seinen Siegesszug durch Berlin an.
Nach Kriegsende beschlagnahmten die Alliierten das Fahrzeug und brachten es in die USA. Seither wurde es akribisch konserviert. Ursprünglich kostete die viertürige Version 44.000 Reichsmark (heute etwa 182.000 Euro), während die Siebensitzer-Variante für 47.500 Reichsmark (inflationsbereinigt rund 196.000 Euro) verkauft wurde.
Bei der Versteigerung stieg das höchste Gebot auf sieben Millionen US-Dollar. Der Verkäufer lehnte das Angebot jedoch ab – vermutlich in der Hoffnung auf ein lukrativeres Geschäft. Der Mercedes-Benz 770 bleibt ein bedeutendes Stück Automobil- und Kriegsgeschichte. Die Auktion unterstreicht das anhaltende Interesse an solchen Relikten. Sollte sich der richtige Käufer finden, könnte der Verkaufspreis noch weiter steigen.






