Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy
Michael TextorHunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verbindungen der Gladiator Fight Academy
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag in Halle, um die Schließung der Gladiator Fight Academy zu fordern. Die von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Kundgebung richtete sich gegen das Fitnessstudio, dem vorgeworfen wird, Verbindungen in die rechtsextreme Szene zu unterhalten. Viele der Teilnehmenden skandierten Parolen gegen rechtsextremen Einfluss in ihren Stadtteilen.
Die Protestaktion begann vor Halles Hauptbahnhof und zog anschließend in Richtung des Veranstaltungsorts des Studios. Die Demonstrantinnen und Demonstranten warfen der Einrichtung vor, als Treffpunkt für rechtsextreme Rekrutierung und Vernetzung zu dienen. Erst kürzlich hatten die Betreiber in der nahegelegenen Gemeinde Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series veranstaltet – eine Veranstaltung, die auch Besucher mit bekannten rechtsextremen Bezügen anzog.
Zu den zentralen Figuren, die mit dem Studio in Verbindung gebracht werden, zählt Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer der rechtsextremen Gruppe Jungsturm Erfurt. Auch Christopher Henze, dem Kontakte zur Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden, ist dort aktiv. Hans Krüger, ein Fan des FC Cottbus und Jugendtrainer im Studio, trainiert dort nicht nur, sondern tritt auch bei dessen Veranstaltungen an.
An der Demonstration beteiligten sich vor allem junge Menschen, die sich gegen den Ruf des Studios als Ort der Gewaltbereitschaft und Diskriminierung stellen. Unter den Gästen der Gladiator Fight Series befanden sich der AfD-Politiker Fabian Jank, Mitglied des Brandenburgischen Landtages, sowie die AfD-Kandidaten Paul Backmund und Benedikt Weiß.
Die Proteste unterstreichen die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Rolle des Studios in rechtsextremen Kreisen. Die Organisatorinnen und Organisatoren forderten dessen sofortige Schließung und verwiesen auf dessen angebliche Funktion als Knotenpunkt extremistischer Aktivitäten. Die Kundgebung reiht sich ein in eine Serie öffentlicher Widerstandsbekundungen gegen die Präsenz rechtsextremer Strukturen in lokalen Gemeinschaften.






