17 June 2026, 18:46

IMK verzichtet auf neue Maßnahmen gegen Gewalt und Pyrotechnik in Fußballstadien

Bericht: IMK verschiebt Entscheidung zu Pyrotechnik in Stadien

IMK verzichtet auf neue Maßnahmen gegen Gewalt und Pyrotechnik in Fußballstadien

Die Innenministerkonferenz (IMK) hat beschlossen, vorerst keine neuen Maßnahmen gegen Gewalt in Fußballstadien einzuführen. Die Entscheidung folgt auf Debatten über den Einsatz von Pyrotechnik, die weiterhin ein großes Sicherheitsproblem darstellt. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul äußerte sich unzufrieden über die mangelnden Fortschritte bei der Bekämpfung des Problems.

Auf dem jüngsten IMK-Treffen bestätigte die Arbeitsgruppe „Fußball ohne Gewalt“, dass Pyrotechnik in Stadien nach wie vor eine ernste Herausforderung bleibt. In ihrem Bericht wurde zwar der Bedarf an konsequenten Sanktionen betont, gleichzeitig aber klargestellt, dass es keine Patentlösung für das Problem gebe.

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Trotz wiederholter Vorfälle mit Pyrotechnik beim DFB-Pokalfinale im Mai hält die IMK an ihrer Haltung fest. Die Konferenz wird keinen neuen Durchsetzungsplan für das Pyrotechnik-Verbot vorlegen; stattdessen soll das Thema auf der Herbsttagung erneut beraten werden.

Reul kritisierte, dass der Schiedsrichter das Finale trotz der Pyrotechnik-Vorfälle nicht abgebrochen habe. Er forderte, dass Vereine strengere Kontrollen einführen müssten – etwa durch Durchsuchungen in Ultra-Fanblöcken, bei Fahrzeugen und durch Videoüberwachung. Die Clubs halten solche umfassenden Maßnahmen jedoch für kaum umsetzbar.

Die aktuelle Position der IMK bedeutet, dass es vorerst keine unmittelbaren Änderungen zur Eindämmung von Gewalt bei Fußballspielen geben wird. Das Thema Pyrotechnik bleibt auf der Agenda für die Herbstkonferenz. Bis dahin gelten die bestehenden Regelungen und Sanktionen, während die Diskussionen weitergehen.

Quelle